Das "weiße Gold" im Berg

Die Salzwelten Altaussee sind Österreichs größtes aktives Salzbergwerk und bezaubern durch die Präsenz des Salzes, die Barbarakapelle und den mystischen Salzsee sowie die spannende Geschichte der Kunstgüterbergung von 1945. Ein Ausflugstipp auch bei Schlechtwetter. Aber Achtung in Altaussee haben die Salzwelten nur mehr bis 1. November geöffnet, dann erst wieder in den Weihnachtsferien. Wer dazwischen das Abenteuer Salzbergwerk erleben will, muss nach Salzburg oder Hallstatt ausweichen.

Erstellt am 27. Oktober 2021 | 15:32

Dabei blickt das Salzbergwerk Altaussee, wo heute noch das bekannte Bad Ischler Natursalz abgebaut wird, auf eine lange und  bewegte Geschichte zurück: Begonnen hat alles im Jahr 1147. Denn in dem Jahr, in dem der Name Austria zum ersten Mal offiziell verwendet wurde, wurde auch der Salzabbau in Altaussee erstmals urkundlich erwähnt. 

Besonders macht die 90minütige Führung rund 700 Meter unter die Erde bis zum Salzsee aber auch die Geschichte über die Rettung einzigartiger Kunstschätze vor der Zerstörung der Nazis. Ab 1943 versteckten die Nazis Europas Kunstschätze vor den Alliierten in den Stollen des Bergwerks: die Madonna von Michelangelo aus der Liebfrauenkirche in Brügge, Gemälde von Rubens und Rembrandt, den Genter Altar der Brüder van Eyck, Werke von Dürer und Vermeer – um nur einige zu nennen. Im Angesicht der Niederlage wollten die Nazis 1945 all diese Schätze zerstören. Wären da nicht die mutigen Ausseer Bergmänner gewesen, die die Kunstgegenstände vor der Zerstörung retteten. Bei einer Führung durch die Salzwelten Altaussee mit der Ausstellung „Das Glück der Kunst" oder bei einer Sonderführung „Bomben auf Michelangelo“ erfährt man alles rund um die hollywoodreife Story.

Ein Höhepunkt der Führung sind aber auch die neu gestaltete Musik- und Lichtershow beim Salzsee sowie die beiden "Rutsch-Erlebnisse" über die Bergmannsrutschen im Rahmen der Führung.

Übrigens: Im Salzbergwerk muss man bei den Führungen aktuell zwar FFP2-Masken tragen aber insgesamt ist das Bergwerk einer der sichersten Orte in Bezug auf Corona. "Durch den hohen Salzgehalt in unseren Stollen hat das Corona-Virus keine Überlebenschance. Daher bin ich derzeit am liebsten hier", versichert uns unser Guide Martin.

Infos  & Ticktes: https://www.salzwelten.at/de