Warum Osteuropa mehr als nur eine Reise wert ist. Es muss nicht immer Playa sein: Wer auf der Suche nach erholsamen Badeurlaub ist, der wird in Osteuropa garantiert fündig. Die Urlauber erwarten hier feine Sandstrände und unberührte Küstenstreifen ebenso wie ideale Bedingungen für Wassersport-Action.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 24. Juli 2019 (12:12)
Symbolbild
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Neum, Bosnien und Herzegowina: Jeden Tag ein neuer Strand

Nur rund 22 Kilometer Küste besitzt Bosnien und Herzegowina. Dafür finden Urlauber dort unberührte Strände und vor allem kurze Wege. Von der Stadt Neum aus kann man jeden Tag einen anderen Strandabschnitt der bosnisch-herzegowinischen Küste erkunden. Besonders lohnenswert ist ein Ausflug auf die Halbinsel "Klek", wo Urlauber die Ruhe mit Blick auf den alten Leuchtturm genießen können. Wer tatsächlich "Strände-Hopping" betreiben will, der kann sich an der blauen Route der "Via Danarica" orientieren, einem Fernwanderweg von Italien bis Albanien, orientieren und so die Vielfalt der kurzen bosnischen Küste erleben.

Velika Plaza, Montenegro: Strandidylle trifft Kitesurfing-Action

Zwölf Kilometer heller Sand, türkisblaues Meer und eine malerische Dünenlandschaft: Das finden Urlauber an der montenegrinischen Küste, unweit der Grenze zu Albanien. Der Strand liegt teilweise hinter Wäldern und bietet Kitesurfern perfekte Bedingungen. Durch den Schutz der Bäume und Dünen kommen sowohl Fortgeschrittene als auch Anfänger auf ihre Kosten. Und wer danach eine Ruhepause einlegen möchte, für den bietet der Strand "Velika Plaza" genug Möglichkeiten, Sonne zu tanken, Sandburgen zu bauen oder einen Cocktail in einer der zahlreichen Beach Bars zu genießen.

Wochenendtrips - von West nach Ost

Ideal zum Kennenlernen und Hineinschnuppern in die osteuropäische Atmosphäre sind Kurztrips über das Wochenende. Viele Städte bestechen durch ein buntes Nebeneinander von Ostblockcharme und zukunftsgewandter Urbanität. Ob feierwütiger Partygänger, kulturinteressierter Kulinariker oder historisch interessierter Urlauber: Bei den folgenden drei Städten ist garantiert für jeden etwas dabei.

Krakau, Polen: Hippe, heimliche Hauptstadt

Hippe Bars, farbenfrohe Graffitis und eine alternative Subkultur: Krakau ist die heimliche Hauptstadt Polens und ein Geheimtipp für alle Szenegänger. Besonders lohnenswert: Ein Besuch im jüdischen Viertel der Stadt. Im südöstlich des Zentrums gelegenen Viertel Kazimierz können Besucher traditionelle Gerichte wie Rote-Beete-Suppe oder Matzeknödel probieren. Einmal im Jahr findet zudem das jüdische Kulturfestival statt (21. bis 30. Juni 2019). Dort gibt es neben geführten Touren auch die Möglichkeit an Workshops und Lesungen rund um das Thema jüdisches Leben in Polen teilzunehmen.

Belgrad, Serbien: Hier steppt der Balkan

Streetart-Touren, Bar-Hopping oder lange Nächte in den angesagtesten Clubs der Stadt: Savamala, einer der ältesten Bezirke der serbischen Hauptstadt und ein ehemaliges Industrieviertel, ist heute das kreative Herz Belgrads und das Zentrum des pulsierenden Nachtlebens. Kreative Kunstprojekte, farbenfrohe Graffiti und Murals und hippe Bars sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. Besonderer Partytipp sind die "Splavs", die auf der Sava schwimmenden Clubs. Auf dem kühlen Fluss lässt es sich auch im Hochsommer, wenn die Temperaturen auf über 30 Grad klettern, bei kühlen Drinks und angesagten Beats gut aushalten.

Sofia, Bulgarien: Wo der Orient auf den Okzident trifft

Mehr als 2000 Jahre Geschichte und ein Miteinander von Christentum, Islam und Judentum prägen die bulgarische Hauptstadt und das ist nicht zu übersehen. In Sofia treffen Kathedralen auf Streetart, amerikanische Fast-Food-Ketten auf "Meyhanas", die traditionellen bulgarischen Restaurants, und pulsierendes urbanes Leben auf Gebirgsidylle. Aus diesem Grund sollte man sich unbedingt die "Free Sofia Walking Tour" fest einplanen. Mit der kostenlosen Stadtführung können in zwei Stunden alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkundet werden.

Aktivurlaub: Ein Traum für Outdoor-Fans von Nord nach Süd Ausgedehnte Wanderungen für jedes Alter, Rafting in glasklaren Gebirgscanyons oder Pistengaudi für jeden Anspruch: Wer im Urlaub auf der Suche nach sportlicher und aktiver Erholung ist, wird in diesen osteuropäischen Ländern bestimmt fündig.

Jasná Nízke Tatry, Slowakei: Familienfreundlicher Wanderspaß

Im Herzen des Nationalparks Napant gelegen, bietet das slowakische Erholungsgebiet "Niedere Tatra", auch Jasná Nízke Tatry genannt, abwechslungreiche Naturerlebnisse. Auch Familien auf der Suche nach Freizeitspaß werden dort fündig: Im Drachenpark Chopok verstecken sich entlang einer Seilbahntour unterschiedliche Aufgaben, die es für abenteuerlustige Drachensucher zu lösen gilt. Im Winter verwandelt sich die Niedere Tatra in ein Skigebiet mit 36 Kilometern Piste für jeden Anspruch. Abseits präparierter Pisten bietet sich dann eine Skitour auf den über 2.000 Meter hohen Berg Chopok an.

Vjosa-Fluss, Albanien: Naturgewaltige Action

Mit seinem glasklaren Wasser und seinem natürlichen Lauf ist die 270 Kilometer lange Vjosa in Albanien der ideale Fluss für ausgiebige Raftingtouren. Als einer der letzten naturbelassenen Flüsse in Europa verspricht eine Raftingtour neben einer ordentlichen Portion Abenteuer auch ein einzigartiges Naturerlebnis. Mit engen Passagen und bis zu einem Meter hohen Wellen ist der Fluss jedoch nichts für Ungeübte. Wer es etwas ruhiger angehen lassen möchte, für den ist eine Kajaktour entlang der ionischen Küste Albaniens das Richtige.

Großer Prespasee, Osteuropäisches Dreiländer-Eck: Roadtrip oder Biketour

Rund 273 Quadratkilometer beträgt die Größe des "Großen Prespasee", der sich zwischen Nordmazedonien, Albanien und Griechenland erstreckt. Urlauber finden dort unberührte Natur, Berge, kristallklares Wasser und hervorragende Bedingungen für Wassersport. Die Geschichten der umliegenden Städte und ihrer Baudenkmäler reichen teilweise bis ins zehnte Jahrhundert zurück. Rund um den See befinden sich zudem eine Vielzahl an Wanderwegen, die zum Entdecken der bis zu 2.000 Meter hohen Berge und einiger verlassener Dörfer einladen. Rund 70 Kilometer kann man am See entlang mit dem Auto fahren und die Landschaft genießen. Alternativ können Sportliche auch eine mehrtägige Radreise rund um den See unternehmen.