Mit E-Bike zu Wein und Genuss. Zu Winzern, Produzenten und Handwerkern in Langenlois und Umgebung mit elektrischen Holz-Eseln radeln – die perfekte Kombination von Genuss und Sport bieten WinEcycle Tours an!

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion und Christiane Buchecker. Erstellt am 08. Oktober 2020 (05:07)
Ein Highlight der E-Bike-Touren: die Warte am Heiligenstein.
Ursin Haus/Robert Herbst

Der Kornplatz in Langenlois: historische Bürgerhäuser, die barocke Pestsäule und brandneue Esel. Aber nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Holz, genauer gesagt aus Kernesche und mit Elektro-Antrieb. Die Rede ist von den E-Bikes des Unternehmens „My Esel“. Und mit diesen Holz-Eseln aus Oberösterreich geht es nun in Langenlois und Umgebung über Stock und Stein zum Genuss und zum Wein. Keine Angst, die Touren werden auf Können und Kondition der Radler abgestimmt!

Drei fixe Touren (Genuss, Rieden und Aktiv) und zusätzlich die Individual Tour hat sich das Trio Hanna (die Geschäftsführerin), Jan (der Tourguide) und Marcel (der Marketingchef) für heuer einfallen lassen. „Unter dem Motto ,slow genießen, easy radeln’ bieten wir geführte E-Bike-Touren durch unsere Heimat. Dabei wollen wir das Thema Nachhaltigkeit mit Emotionen aufladen und Menschen dafür begeistern“, so Marcel über die Motivation der drei Freunde, „WinEcycle Tours“ zu gründen.

Die drei Chefs von WinEcycle Tours: Jan Vavricka, Hanna Bergsmann und Marcel Ertl (v. l.). 
Winecycle Tours


Und so radeln sie mit maximal sechs Personen zu ihren Lieblingsmenschen und liebsten Plätzen, zu Handwerkern und Künstlern, zu Winzern und regionalen Produzenten – zum Kosten und Naschen.

Genuss und Sport sind also kein Widerspruch? Zeit, es auszuprobieren. Nach Radeinschulung und Übungsrunde im Spitzpark von Langenlois fest im Sattel, gibt es schon die erste „Bergwertung“ nach Schiltern – und zum ersten Mal freut man sich über den E-Antrieb. Das Ziel, die Arche Noah, der Schaugarten mit einer sagenhaften Vielfalt an seltenen Kulturpflanzen, lohnt den Anstieg. Ebenso wie die Weinbeißerei im nahe gelegenen Mollands, zu der wir, begleitet von Weingärten, Wäldern und Feldern rechts und links des Weges, weiterradeln. Hier gackern die Hühner und grunzen die Schweine vor Glück. Glücklich sind auch wir Radler beim Kosten der hauseigenen Schmankerln und Demeterweine. Weiter geht es bergab und schon bald wieder bergauf. Schön ist es hier am Heiligenstein, der Top-Rieslinglage der Region. Rast bei der Warte: Dieser Blick hinunter und in die Ferne – das bleibt lange in Erinnerung!

Staunen im Garten der Arche Noah. Foto:
Rupert Pessl

„Es gibt nichts Besseres als was Gutes“, weiß Andrea Gillinger von „Langenloiser Eingelegtes und Eingemachtes“. Sie verkocht mit viel, viel Liebe und ebenso viel Leidenschaft alles, was in ihrem zauberhaften Hausgarten wächst, zu Marmeladen, Gelees, Chutneys und
Pestos. Die Natur pur des Kamptals im Glas, einmal süß, dann wieder sauer – immer ein besonderes Geschmackserlebnis.

Wieder zurück von der Genusstour bucht gerade eine Gruppe in der Zentrale am Kornplatz die Aktivtour. „Die ist für alle, die zusätzlich zum Genuss ein wenig weiter, schneller und höher fahren wollen“, erklärt Hanna mit einem Augenzwinkern. Das wäre doch was für das nächste Mal ...

Langenloiser Eingelegtes & Eingemachtes verkosten bei Andrea Gillinger. 
Gillinger