Juwel umgeben von Türkisblau . Türkisblaues Meer, geschichtsträchtige Orte, mediterrane Gastfreundschaft und kulinarische Überraschungen – das alles hält Malta mit der Nachbarinsel Gozo für seine Besucher parat.

Von Claudia Christ. Erstellt am 17. Juli 2019 (02:36)

Geschichtsträchtige Gebäude, malerische Ortschaften und kristallblaues Meer – das sind die ersten Eindrücke, die ein Malta-Urlauber von der Insel bekommt. Zwei Flugstunden von Wien entfernt offenbart sich dem Besucher die wahre Vielfalt der Sonneninseln. Doch Malta mit den beiden Schwesterninseln Gozo und Comino hat weit mehr als Sonne, Strand und Meer zu bieten. Die Drei präsentieren sich als wahre Schatzinseln, randvoll mit altem und modernerem Kulturerbe aus 7.000 Jahren.

Mit drei UNESCO-Weltkulturerbestätten und mehr Kulturdenkmälern pro Quadratmeter als in jedem anderen Land bietet Malta eine hohe Dichte an historischen Attraktionen. Die Insel mit der Hauptstadt Valletta hat sich in den vergangenen Jahren zu einem kosmopolitischen Archipel entwickelt und dabei nicht an Charme und Ursprünglichkeit verloren. Kirchen, Plätze und Palazzi laden zum Entdecken und Verweilen ein.

Valletta – Geschichte und Kunst

Ein Muss für jeden Valletta-Besucher ist die St. Johnʼs Ko-Kathedrale. Den Namen Ko-Kathedrale erhielt die Kirche, weil sie der zweite Sitz des Erzbischofs von Malta neben der Kathedrale St. Paul in Mdina ist. Von außen relativ unscheinbar, wird man im Inneren der Kirche von Prunk, Gold und Kunstwerken des Künstlers Mattia Preti völlig überrascht.

Nach einem Spaziergang durch die schachbrettartig angeordneten Straßen und dem Besuch des Upper Barracca Gardens bekommt der Besucher vom Grand Harbour aus bei der Fahrt über das Meer mit einem der bunten Boote eine besonders schöne Ansicht von Vittoriosa, einer der drei Städte, die zurecht behaupten können, die Wiege der maltesischen Geschichte zu sein.

Jahrtausendealte Baudenkmäler zeugen noch heute von den ersten Händlern und Seefahrern, die um 5000 vor Christus die maltesischen Inseln entdeckten.

Welche Speisen damals bei den Seefahrern auf dem Teller landeten, das will Liam Gauci im Maritim Museum in Vittoriosa mit einer neuartigen Idee seinen Gästen näher bringen. Neben Wissenswertem über die Seefahrt kommt hier mit dem „A Taste of History“-Lunch auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz. Apropos Kulinarik: Für Fischliebhaber ist Malta ein wahres Schlaraffenland, denn Fisch spielt in der maltesischen Küche eine große Rolle. Frisch aus dem Meer und raffiniert zubereitet sollte sich der Malta-Besucher im idyllisch gelegenen Fischerdorf Marsaxlokk im Restaurant T‘Anna Mari, gleich unmittelbar gegenüber dem Markt, diesen Genuss nicht entgehen lassen.

Gozo, die Insel der Mythen

Nach einer 25-minütigen Überfahrt mit der Fähre von Cirkewwa aus erschließt sich dem Besucher die ländlichere und gemütlichere Schwesterninsel Gozo. Hier erwarten den Besucher idyllische Dörfer, wilde Landschaften und eine spektakuläre Küste. Gozo ist nur ein Drittel so groß wie Malta und besonders eng mit Mythen verbunden. Der griechischen Sage nach wird sie Homers Insel Ogygia genannt, wo Odysseus sieben Jahre lang von der Nymphe Kalypso gefangen gehalten wurde.

Von der Zitadelle der Inselhauptstadt Victoria hat man einen atemberaubenden Überblick über die gesamte Insel. Aber auch kulinarisch hat der Ort einiges zu
bieten. Im Familienrestaurant Ta’Ricardu in der Zitadelle werden den Gästen hausgemachte Spezialitäten mit Käse, der nach altem Familienrezept hergestellt wird, serviert.