Die Frühblüher strahlen in allen Farben. Weiß, Gelb, Blau und Rosa leuchtet es im Auwald. Bei einem Spaziergang kann man sich dieser Tage an zahlreichen Frühlingsboten erfreuen.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 16. April 2021 (08:50)

Die frühblühenden Pflanzen am Waldboden treiben stets zeitig im Jahr aus und nutzen so nahezu exklusiv das Sonnenlicht, bevor die Bäume ihr Blätterdach schließen. Der wohl bekannteste Frühblüher, das Schneeglöckchen, ist bereits großteils verblüht. Nicht minder prächtige Vertreter rücken nach. 

Das leuchtend goldgelb blühende Scharbockskraut erreicht Wuchshöhen von 10 bis max. 30 cm. Die Laubblätter sind herz- bis nierenförmig und oft fettig-glänzend. Bereits Ende Mai zieht sich diese Pflanze nach erfolgter Blüte wieder in den Boden zurück.

Der Hohle Lerchensporn blüht weiß oder rosa, die schönen Blüten stehen waagrecht in einer Traube. Der Stängel trägt zwei Laubblätter, bis zu 30 cm wird er hoch. Die Pflanze ist recht selten in den Auwäldern am südlichen Donauufer zu finden, an ihren Standorten kommt sie allerdings in Rudeln vor.

Das Lungenkraut kennt man auch unter dem Namen „Hänsel und Gretel“. Denn die Blütenfarbe wechselt nach der Bestäubung von rosa auf himmelblau, oft sind beide Farben an einer Pflanze zugleich zu sehen. Das Lungenkraut erreicht 30 cm Höhe, es ist dicht behaart.

Bald wird auch der Bärlauch zu blühen beginnen – der aromatische Duft der jungen Blätter ist derzeit im Auwald allgegenwärtig. Bis zu 50 cm Höhe zeigt diese Pflanze. Zart weiß präsentieren sich demnächst die kugelig angeordneten Blüten, teilweise bodendeckend.

Doch damit nicht genug: Auch Windröschen, Veilchen sowie Blau- und Gelbstern und noch weitere Vertreter können im Nationalpark Donau-Auen am Wegesrand zurzeit leicht erspäht werden. Viel Freude beim Entdecken der Farbenpracht des Frühlings!