Im Sommerurlaub in die Pedale treten. Mit dem Rad lässt sich Niederösterreich mit allen Sinnen entdecken.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2020 (04:23)
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Niederösterreich ist reich an schönen Landschaften und kulinarischen Genüssen – ideal für die Sommerfrische! Unsere heimische Natur hat einiges zu bieten und lässt sich mit dem Fahrrad besonders intensiv erleben.
In Niederösterreich stehen acht sogenannte touristische Hauptrouten zur Verfügung. Das beschilderte Radroutennetz beträgt stattliche 4.200 Kilometer. Neben der abwechslungsreichen Topografie ist es vor allem das radfreundliche Klima, das Ausflüge so angenehm macht. Geringe Steigung und immer ein laues Lüftchen machen das Radln entlang der Flüsse wie Donau, Kamp oder Traisen besonders angenehm.

Ein Highlight unter vielen ist die Kamp-Thaya-March-Radroute. Auf 420 kontrastreichen Kilometern windet sich diese wunderschöne Route auf ruhigen, gut beschilderten Nebenstraßen durch Niederösterreich. Im immergrünen Waldviertel startet die Tour sportlich, geht allmählich ins sanfthügelige Weinviertel über und führt rund um Retz an Weinrieden und romantischen Kellergassen vorbei, wie jenen im Pulkautal oder in Wildendürnbach. Die Strecke endet in der wildsanften Auenlandschaft in Marchegg. Übrigens: Wer Abkühlung sucht, findet sie im idyllischen Stausee Ottenstein oder in den Kellern des romantischen Winzerortes Falkenstein.

Auch auf den 16 Familienradstrecken in NÖ kommt garantiert keine Langeweile auf. Sie führen vorbei an viel Sehenswertem, bieten im Sommer ausreichend Bademöglichkeiten und sind einfach und sicher zu befahren. „Dank dem gut ausgebauten Radwegenetz in Niederösterreich können viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, was der Umwelt zugute kommt und der eigenen Gesundheit gut tut. Andererseits bieten sich die Wege auch für Freizeitausflüge an, vor allem wenn Kinder mit von der Partie sind. So lernen die Kleinen spielerisch, nachhaltige Mobilitätsformen ganz selbstverständlich zu nutzen“, betont Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, die die Initiative „RADLand Niederösterreich“ betreut.

Planung und Vorbereitung

Voraussetzung für eine gelungene Radreise ist deren sorgfältige Planung. Wenn man seine Route selbst zusammenstellt, sollte man die Etappen im Vorfeld genau planen. Die Radrouten sind gut beschildert und mit digitalen oder analogen Radkarten findet man immer ans Ziel.

Mit Maß und Ziel

Wichtig ist, bei der Wahl der Route auf den passenden Schwierigkeitsgrad zu achten und Anforderungen und Wünsche aller Mitreisenden zu berücksichtigen. Man sollte auch genug zeitlichen Puffer für die Regeneration, mögliche Wetterkapriolen und andere unvorhersehbare Verzögerungen einplanen.

Ausrüstung und Gepäck

Damit der Urlaub nicht zur Strapaze wird, sollte das Fahrrad tourentauglich und richtig auf die Körpergröße abgestimmt sein. Vor dem Reiseantritt sollte man das Fahrrad unbedingt durchchecken oder in einer Fachwerkstatt auf Funktionstüchtigkeit und Sicherheit kontrollieren lassen. Ist die Luft draußen oder eine Schraube locker? Kein Problem!

Die neu errichteten Fahrrad-Service-Stationen helfen. Mit den Fahrrad-Service-Stationen, die an beliebten Fahrradrouten und bei Bahnhöfen errichtet wurden, wird die Fahrtüchtigkeit der Räder erhöht. Die Fahrrad-Service-Stationen umfassen eine Aufhänge-Vorrichtung für das Rad, eine Luftpumpe aus Edelstahl und gängige Werkzeuge, die mit Stahlseilen diebstahlsicher befestigt sind. Mit dieser Ausstattung können am Fahrrad kleinere Reparaturen durchgeführt und Reifen wieder aufgepumpt werden.

Die Service-Stationen kann man an den Bahnhöfen der zehn Pionier-Gemeinden finden und testen: Krems, Korneuburg, Leobersdorf, Melk, Mödling, St. Pölten, Schwechat, Tulln und Tullnerfeld.

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