Der Wildkatzenweg im Nationalpark Thayatal. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… diesmal führt die Wanderung vom Nationalpark-Zentrum Thayatal über Felder, Laubwälder und einen romantischen Hohlweg hinunter zur Thaya, immer wieder begleitet von informativen Tafeln und hübschen Silhouetten von Wildkatzen.

Erstellt am 29. Oktober 2020 (08:00)
Die Reisereporter

Am Ende stehen wir direkt am Fluss und somit an der Grenze zu Tschechien.  Angeschmiegt an eine Felswald liegt die Einsiedlerhöhle vor uns. Zurück geht es auf einer anderen Route mit grandioser Aussicht auf den mäandernden Fluss.

Die Reisereporter

Start der Wanderung ist das NP-Zentrum Thayatal bei Hardegg. Gleich gegenüber der Straße beginnt die perfekt markierte Wanderung. Der erste Anschnitt führt uns zwischen den wogenden Getreidefeldern Richtung Wald. Nun startet auch der Wildkatzenweg - bei der Gestaltung stand die leise Lebensweise der Tiere als Ideengeber zur Seite. Entlang des Weges verbergen sich elf Wildkatzen-Silhouetten inmitten ihren natürlichen Umgebung. Manche sind so versteckt und dadurch plötzlich da, dass man auf den ersten Blick ein echtes Tier vermutet. Als Material für die Katzen wurde Eisen gewählt, es verrostet, erhält eine natürliche Oberfläche und fügt sich so farblich perfekt in die Natur ein. Die begleitenden Info-Tafeln erzählen vom Leben der wilden Samtpfoten.

Die Reisereporter

Unten an der Thaya entdecken wir die erste Warnung vor der Staatsgrenze - heute beeindruckt uns das natürlich nicht mehr, aber wir können uns beide noch gut erinnern, als das noch anders und der Eiserne Vorhang eine furchteinflößende Grenze mitten durch Europa war. Wir schlendern gemütlich und eben durch die Wiesen weiter und stehen quasi an der Thaya an.

Die Reisereporter

Hier finden wir die Einsiedlerhöhle - eine in etwa zwölf Metern Höhe eng an die Felswand gemauerte Nische. Die Sage erzählt von einem Ritter, der zur Zeit der Kreuzzüge ins Heilige Land zog und seine geliebte Frau und seinen Erstgeborenen zurück lassen musste. Nach vielen Jahren kam er wieder hierher und sah seine Frau mit einem Jüngling eng umschlungen stehen. Da packte ihn die Wut und er stieß sein Schwert durch die beiden. Sterbend sagte ihm seine Frau, dass er seinen eigenen Sohn ermordet habe. Darauf hin tat der Ritter Buße und lebte fortan als Einsiedler in dieser Klause.

Die Reisereporter

Zurück geht es ein Stückchen auf dem Herweg, dann zweigen auf der rechten Seite Stufen ab - diesen folgen wir nach oben und gelangen nach einem Wurzelpfad zu einem grandiosen Aussichtsplatz. Immer weiter steigen wir auf, bis unser Weg zu einem kleinen Schranken kommt - hier zweigen wir vorher nach links ab und treffen nach einiger Zeit auf unseren Hinweg, dem wir aus dem Wald und hinüber zum Nationalpark-Zentrum folgen.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track, Video und viele Fotos unter:

www.diereisereporter.at

  • Logobeschreibung