Von Schloss Waldreichs zur Ruine Dobra im Waldviertel. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… diesmal führt die beeindruckende Wanderung zu Schloss Waldreichs und Ruine Dobra im Waldviertel

Erstellt am 04. Februar 2021 (07:00)
Die Reisereporter

Schloss, Ruine und Flusslandschaft - drei Garanten für eine beeindruckende Wanderung voll herrlicher Natur und reich an spannender Geschichte. Hat dann noch der Schnee alles frisch angezuckert, dann ist es Genusswandern pur, wie wir es lieben!

Auf der B37 von Krems kommend bis zur Kreuzung in Rastenfeld fahren, dort rechts abbiegen, den Kamp unterhalb der Staumauer überqueren und dann rechts die Zufahrtsstraße zu Schloss Waldreichs nehmen. Der Straße bis zum Parkplatz beim Schloss folgen. Diese Straße hat keine Schneeräumung im Winter!

Hier startet unsere Rundwanderung gleich gegenüber vom Eingang zum Schloss auf einer gemütlichen Forststraße bergab. Besonders beeindruckend sind die alten und überaus mächtigen Bäume am Wegrand - was für Methusalem, was die wohl schon alles gesehen haben! Ist es eisig, empfehlen wir euch für diesen Teil der Strecke Spikes mitzunehmen.

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Wenn ihr in einer Kehre angelangt seid, könnt ihr euch überlegen, ob ihr durch den Wald noch weiter nach vorne gehen wollt, um so einen genialen Ausblick auf den Kamp zu erlangen. Wir bleiben heute aufgrund der Witterung - es hat frisch geschneit, aber darunter ist doch stellenweise recht eisig - am Weg. Aber auch von hier haben wir eine herrliche Aussicht auf den Fluss und seine "Fjorde".

Einen von diesen möchten wir umrunden - aber hier zeigt sich etwas, das ihr sicher kennt: auf der Karte schaut es klar nach einer Brücke oder eben einem kleinen Bach zum Hinüberspringen aus. Vorort ist es aber eine Furt. Bei Niedrigwasser oder im Sommer kein Problem, heute aber mit viel Wasser und kalten Temperaturen nicht unsere erste Wahl. Wenn ihr diese Runde im Sommer macht, dann könnt ihr hier von unserer Route abweichen, den Bach überqueren und dem Kamp folgend zur Ruine gehen.

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Für uns geht es aber dem Bach entlang - ein Wasserfall und der wild plätschernde Bachlauf machen aber diesen ungeplanten Streckenabschnitt spannend! Ihr bleibt weiter auf diesem Weg, einmal kommt von links ein Weg in unseren herein, sonst gibt es keine Möglichkeiten, falsch abzubiegen.

Dann folgt eine Abzweigung, wo der rechte Weg bergauf geht, während der linke dem Bach weiter ins Tal hinein folgt - ihr wählt den rechten! Einige Zeit geht es auf diesem weiter, bis ihr zu einer "großen" Kreuzung kommt. Derzeit sind im Mittelteil Baumstämme aufgeschichtet, aber das kann sich schnell ändern. Hier haltet ihr euch links und schon ein paar Meter weiter, quasi am Ende der Kreuzung, seht ihr auch wieder die rot-weiß-rote Wandermarkierung, die uns schon die gesamte Zeit begleitet.

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Der Forstweg führt aus dem Wald hinaus, es gilt an einer Schranke vorbei zu gehen und ihr seid nun im offenen Feld. Kurz danach zweigt unser Weg nach rechts ab  Kurz bevor ihr wieder in den Wald kommt, könnt ihr zwischen zwei Wegen wählen - ihr nehmt den linken, der euch bergab Richtung Kamp bringt. Wenn ihr schon Lust auf eine Pause habt - ein paar Schritte flußaufwärts wartet ein Bankerl mit einem Tisch auf euch.

Wir gehen weiter Richtung Campingplatz. Er liegt sehr idyllisch direkt am Flussufer, auch Holzhäuser laden für Nicht-Camper zum Nächtigen ein.

Heute ist es hier menschenleer - alles in Winterpause! Die Zufahrtsstraße hoch geht es weiter Richtung Ruine Dobra, die wir von hier zum ersten Mal sehen. Mächtig, weit aus größer als erwartet ruht sie auf einer in den Kamp ragenden Landzunge. Es ist nur mehr ein kleines Stück und wir erreichen sie. Gerade zur perfekten Jausenzeit! Was für eine imposante Anlage, die wir ausgiebig erkunden. Ein Teil der Ruine ist als Eventlocation renoviert - Pompoms und Deko erinnern im Festsaal noch an die letzte Hochzeit. Der Bergfried kann erklommen werden und auch in die Keller führen Stiegen hinab.

Die Reisereporter

Nach dem Besuch der Ruine gehen wir zurück bis zur Zufahrtsstraße des Campingplatzes und dort ein kleines Stück retour, dann zweigt in einer Kurve rechts ein Weg bergauf ab. Diesen wählt ihr und folgt ihm bis er in einen Feldweg mündet, ihr geht nach rechts in den Ort hinein. An der Straße angelangt, wendet ihr euch nach links. Dieser - überaus wenig - befahrenen Landstraße folgt ihr ein Stück, bis ihr auf der Anhöhe, knapp bevor es wieder hinab geht, nach links in einen Forstweg einbiegt. Auf diesem Weg geht es weiter im Wald bis zu einer Brücke, die ihr überquert und gleich danach wieder links abzweigt. Dieser Wegabschnitt bringt euch bis zur Allee von Schloss Waldreichs. Gegenüber eines der hübschen Teiche mündet euer Weg in die Straße ein. Möchtet ihr eure Runde noch erweitern, so könnt ihr hier nach rechts abbiegen und entlang der Teiche weiterspazieren.

Wir wenden uns nach links und gehen gemütlich zurück zum Schloss. Es gehört zu unseren Lieblingsschlössern, liegt es malerisch zwischen Teichen und Wald eingebettet, der Name Waldreichs ist schon sehr stimmig. Schade, dass es derzeit geschlossen hat, wir freuen uns schon auf den Frühling und einen Besuch in der Greifvogelstation und im gemütlichen Lokal.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track und viele Fotos unter: www.diereisereporter.at

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