Wandern Alpen: Aussichtswarte bei Lehenrotte. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… diesmal führt die Wanderung auf die Aussichtswarte bei Lehenrotte!

Erstellt am 04. Februar 2021 (07:00)
Die Reisereporter

Eine Aussichtswarte im Dornröschen-Schlaf? Ja, so kann man diese hier beschreiben. Früher gab es weiter unten ein Erholungsheim - aus dieser Zeit stammt auch die Aussichtswarte. Das Heim ist schon lange stillgelegt und so geriet auch die Warte in Vergessenheit. Wir finden das sehr schade, der Weg hier hierher ist asphaltiert und so auch bei nassem Wetter und für Wanderer, die nicht mehr so sicher auf den Beinen sind, gut zu begehen. Bei der Warte angelangt, könnt ihr die Aussicht und die Ruhe genießen und so richtig fein Kraft tanken für die Arbeitswoche und die doch recht anstrengende aktuelle Corona-Zeit. Mit den Fotos der hübschen Frühlingsblühern möchten wir euch schon jetzt im kalten Jänner Lust auf die kommenden Monate machen!

Die Reisereporter

Im Ort Lehenrotte biegt man gleich nach dem Zentrum von Lilienfeld kommend rechts ein und folgt der Straße ins Tal, schon gleich nach der ersten Steigung findet ihr einen idealen Parkplatz - ab hier gilt auch ein Fahrverbot, da es sich um eine Privatstraße handelt. In gemütlichen Serpentinen geht es nun bergauf. Immer wieder gibt es tolle Ausblicke und im Frühling findet sich Bärlauch in großer Zahl am Straßenrand und im angrenzenden Wald. Das Pflücken haben wir auf den Abstieg verschoben - warum? Weil dann die Jausenboxen leer sind und wir ihn so perfekt verstauen können.

Die Reisereporter

Nach so einigen Serpentinen erreichen wir das Erholungsheim - aus der Ferne schaut es aus, als wäre es noch voll in Betrieb, erst bei näherem Hinsehen entdecken wir verschiedene Defekte. Es ist schon ein richtige Lost Place geworden – eigentlich sehr schade, hat es doch eine herrliche Lage hier oben!

Die Reisereporter

Nun bieten sich zwei Möglichkeiten an - der eine führt zum Himmel, der andere zu unserer Warte. Wobei wir schon jetzt sagen, dass der Himmel auch sehr verlockend ist, wir kennen ihn von einer früheren Wanderung. Der Weg geht nun weiter bergan, noch immer asphaltiert und recht hübsch mit den vielen Frühlingsblühern ringsum. Schmetterlinge tanzen, Vogerl singen und die Ausblicke sind einfach wunderschön. Besonders erfreuen wir uns - an der Abzweigung zum Himmel und einer Mostschenke - an einem phänomenalen Baum, der über einen gewaltigen Umfang verfügt.

Die Reisereporter

Am Ende des Weges ist ein Umkehrplatz - hier geht es links hinunter zur Warte, der einzige Teil des Weges, der ein kleiner Pfad ist. Es ist jedoch nur ein kleines Stück und das lässt sich problemlos gehen. Die Aussichtswarte selbst ist eine Überraschung - sehr gemütlich bietet sie einen Blick ins Tal Richtung Türnitz und überdacht einen Tisch mit Bank. Echter Luxus für unsere Brotzeit - bei so einem Ausblick lässt es sich gut speisen.

Retour geht es nur mehr bergab und für uns zum Bärlauch-Pflücken!

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track und viele Fotos unter: www.diereisereporter.at

  • Logobeschreibung