Wandern Alpenvorland: von der Ramsau auf den Untersberg. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… diesmal führt die Wanderung auf die Berge der Voralpen.

Erstellt am 07. Januar 2021 (08:00)
Die Reisereporter

Warum wir besonders gerne im Herbst und Winter auf die Berge der Voralpen gehen? Weil dann die Weiden noch ohne Kühe sind und das lieben wir! Der zweite Vorteil ist, dass die Routen von der Zeit her überschaubar sind und sich auch an den kürzeren Tagen gut ausgehen. Der dritte Grund ist der Schnee, den wir leider in St. Pölten nur sehr, sehr selten bewundern können.

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Für den Unterberg wählen wir sehr gerne den Aufstieg von Ramsau bei Hainfeld aus. Es geht über einen besonders schönen Steig durch den Wald nach oben. Der Startpunkt liegt in der Nähe von Ramsau beim Dürrholzer-Kreuz, einer kleinen Kapelle oberhalb der Straße. Hier findet ihr auch den perfekten Parkplatz.

Gleich auf der gegenüberliegenden Straße startet der Wanderweg, der bestens ausgeschildert ist. Zuerst geht es auf einer Fortstraße recht eben dahin, nach einem kleinen Steinbruch zweigt der Steig in den Wald ab. Der erste Teil des Steiges beginnt noch recht gemütlich, aber steigt stetig an.

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Beim Aufstieg zum Steinkamp bietet sich der erste besondere Aussichtspunkt bei einem kleinen Kreuz auf einer Felsformation. Dazu müsst ihr den Hauptsteig kurz verlassen und quasi nach hinten dem Kamm entlang gehen. Es ist nur ein klitzekleiner Umweg - und er zahlt sich echt aus!

Nun geht es weiter auf dem Hauptsteig zum Mitterriegel mit 987 Meter - immer über den steilen, aber sehr gut begehbaren Kamm. Er verlangt doch einiges an Kondition ab, da es eigentlich keine wirklichen Pausen mit geraden Teilstücken gibt. Aber es bieten sich immer wieder Plätze für eine kleine Rast an.

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Das letzte Stück dann hoch zur Alm ist aus unserer Sicht das anspruchsvollste - hinauf und besonders hinunter. Es ist recht eng und der Weg ist tief in den Untergrund eingeschnitten, felsig und uneben. Aber auch hier für den durchschnittlichen Wanderer kein Problem - nur halt genauer schauen, wohin man seine Schritte setzt. Bei uns mit Restschnee und teilweise Eis ist es mehr Herausforderung als an einem trockenen Sommertag. Am Ende seht ihr ein Gedenkkreuz und dann folgt schon der Blick auf die Weide

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Oben angelangt geht es über ein Gatter in eine Weide - und es gibt den ersten grandiosen Rundblick. Der Blochboden ist eine wunderbare, nahezu baumfreie Weide. Hier muss man einfach ein wenig verweilen und sich umblicken - selbst der Ötscher lacht herüber und zeigt uns seine raue Seite. Aber auch Gippel und Göller sind zu sehen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten für den weiteren Weg - je nachdem, was euch wichtiger ist: der Gipfelsieg oder die Hütte.

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Für uns ist es zuerst immer der Gipfel - nur, wer das Gipfelkreuz berührt hat, der war auch wirklich oben! Daher halten wir uns links und gehen zuerst bergauf zu einem wunderbaren solitären Baum, dann ein wenig bergab und weiter bergauf bis zum Gipfel. Ihr könnt euch hier nicht verlaufen, da der Berg zu eurer Linken steil abfällt und ihr entlang stetig ansteigt. Der Gipfel mit 1341 Meter lockt mit einem Bankerl und wieder oder besser gesagt die gesamte Querung mit einer phänomenalen Aussicht. Vom Gipfel aus seht ihr auch die Hütte, die sich bisher versteckt hat. Runter geht es für uns heute über die Schipiste. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten!

Der Unterberg ist ein Naturschneegebiet und daher nicht so oft in Betrieb. Wer hier schifahren möchte, sollte schon vorab auf der Webseite nachschauen, ob Betrieb ist. Derzeit gibt es zu wenig Schnee. Für die Schifahrer ist die Anfahrt aber nicht über Ramsau, sondern von Osten via Pernitz.

Von der Hütte geht es den Weg weiter Richtung Übersteig am Blochboden und den selben Weg zurück, den wir herauf gekommen sind.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track, Video und viele Fotos unter:

www.diereisereporter.at

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