Wandern von Mönichkirchen auf den Niederwechsel. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… diesmal führt die Wanderung auf den Niederwechsel.

Erstellt am 24. September 2020 (08:02)
Die Reisereporter

Bis vor einem Jahr war der Wechsel für uns nur ein Teil auf der Südautobahn, wo es gerne man Nebel oder schlechteres Wetter gibt. Dann aber beschlossen wir, ihn zu erwandern und müssen nun ehrlicher Weise sagen: Da haben wir viel versäumt! Ein interessanter Aufstieg über Wurzelwege und steinige Pfade, oben eine weite Weidelandschaft, immer wieder unterbrochen von Steinformationen und - für die Hüttenfans - jede Menge Hütten für die Einkehr!

Die Reisereporter

Über die Südautobahn und ein Stück über Landstraßen geht es nach Mönichkirchen auf den Liftparkplatz. Hier könnt ihr euch entscheiden: entweder das erste Stück wie wir mit der Sonnenbahn nach oben fahren oder gemütlich hinauf wandern.

Die Reisereporter

Bei der Bergstation angelangt erwartet uns eine richtige Berg-Idylle aus Almhaus, Esel und bunten Blumen. Wer schon vor der Wanderung eine Pause machen möchte, kann sich auf Wackelbett legen und die Bergluft genießen. Wir heben uns das aber für nachher auf. Unser erstes Ziel ist das Haller-Haus. Für den Aufstieg wählen wir den Weg durch den Wald über Waldpfade und einen Wurzel-Stein-Weg.  Bald erreichen wir das Haller-Haus – die Terasse ist ein beliebter Pausen-Ort und so ist hier meist einiges los.

Die Reisereporter

Unser Weg führt uns weiter bergauf, er ist dem ersten Teil vom Untergrund her sehr ähnlich. Als nächste Hütte liegt die Stoa-Alm auf unserer Tour. An ihr gehen wir vorbei und dann gleich links entlang vom Wald nach oben. Wenn ihr beim Teich steht, dann habt ihr die Abzweigung verpasst. Nun kommt für uns ein Highlight der Tour: die Steinerne Stiege und hier gilt „nomen est omen“ – auf einem steinigen Steig geht es weiter Richtung Gipfel. Für die vielen Heidelbeeren sind wir schon zu spät im Jahr unterwegs, aber wir freuen uns über die leuchtend roten Beeren der Preiselbeeren.

Die Reisereporter

Nach dem Anstieg geht es fast eben durch den Wald weiter, die Bäume werden lichter und es folgen die ersten Latschen. Dann erreichen wir die Weiden. Es sind keine Kühe mehr hier, aber sie dürften erst kurz abgetrieben worden sein.  Auch dieser Abschnitt ist landschaftlich sehr schön und besonders: weite Wiesen, dazwischen Feldformationen, wie hingelegt. Eine raue Gegend, exponiert und von beeindruckender Schlichtheit. Der Niederwechsel hat leider kein Gipfelkreuz – nur eine schmucklose Tafel auf einem Wanderwegweiser erzählt von unserem Gipfelsieg. Drüben in der Ferne sehen wir den Hochwechsel, es wäre noch ein Stunde hinüber, aber das lassen wir heute. 

Die Reisereporter

Wir genießen den Ausblick und – unsere Jause, dann geht es wieder retour. Bis zur Haller-Hütte wählen wir den gleichen Weg. Danach gehen wir über die Schipiste hinunter. Ihr könnt hier auch den Schaukelweg ausprobieren, der teilweise parallel dazu verläuft. Ja und dann habt ihr die Qual der Wahl: wie wollt ihr ins Tal gelangen? Zu Fuß, mit dem Lift, dem Roller oder dem Mountaincart? Wir entscheiden uns diesmal für die gemütliche Variante mit dem Lift. Und schauen von oben den schnellen Flitzern zu, die mit den Rollern ins Tal fahren. Ein Blick genügt und wir wissen: das nächste Mal wählen wir die Roller!

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track, Video und viele Fotos unter:

www.diereisereporter.at

  • Logobeschreibung