Wandern Waldviertel: am Erlebnisweg auf den Nebelstein. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… diesmal führt die Wanderung auf den Nebelstein mit atemberaubenden Weitblick!

Erstellt am 05. November 2020 (08:00)
Die Reisereporter

Der Nebelstein ist ein beliebtes Wanderziel an der Staatsgrenze mit einem grandiosen Weitblick ins Waldviertel und nach Tschechien! Die vielfältige Natur ringsum, die herrlichen Wälder und neuerdings der Erlebnisweg machen diese Tour noch spannender!

Start unserer Wanderung ist der Parkplatz beim Märchenhotel Nebelstein in Maisen. Zuerst geht es seitlich beim Hotel vorbei - die Wanderwegweiser sind bereits gleich nach dem Parkplatz zu sehen und somit ist der Einstieg in die Wandertour sehr einfach zu finden. Es geht über die Wiese hoch in den Wald. Dieser erste Abschnitt ist mit Sicherheit der anstrengendste der ganzen Wanderung – es geht recht resch bergauf. Hier ist es auch gerne mal gatschig - daher achtet auf gutes Schuhwerk und noch viel mehr, wohin ihr steigt.

Die Reisereporter

Nach dem Wald kommen wir in einen kleinen Ortsteil mit einer hübschen gelben Kapelle. An den Häusern vorbei geht es weiter, immer mit perfekter Ausschilderung. Ein hölzernes Wabenhaus mit einer darauf sitzenden Libelle lockt uns zu einer kurzen Pause. Innen duftet es herrlich nach Holz und wir sind von der spannenden Gestaltung begeistert. Für die Kinder gibt es hier süße Tafeln mit Geschichten zu den Sagen und auch Informationen über das Moor und die Natur ringsum. Der Erlebnisweg ist wirklich liebevoll, stimmig und perfekt in die Natur passend.

Die Reisereporter

Auf einem Waldweg geht es weiter Richtung Gipfel, der Zustieg führt nach einiger Zeit auf der rechten Seite weg und geht vorbei an Heidelbeeren, Brombeeren und vielen Pilzen im finalen Anstieg nach oben. Dieser Anstieg ist aber sehr moderat und leicht zu bewältigen. Der Steig trifft auf einen Forstweg, der zuerst zur Nebelstein-Hütte und dann weiter zum Gipfelkreuz führt. Bei der Hütte findet ihr zahlreiche Sitzmöglichkeiten, sogar eine Holzliege zum Ausrasten. Der Bereich rund um den Gipfel ist sehr stimmig gestaltet und mit Treppen und Aussichtsplattformen großzügig erschlossen. Der Ausblick ist phänomenal und reicht bis weit nach Tschechien hinüber. Es zahlt sich aus in alle Richtungen zu schauen und die Natur zu genießen. Gerade jetzt im Herbst ist es ein Farbenspiel aus Gelb, Orange und Rot mit Tannengrün. Beeindruckend, in welcher Pracht sich die Natur gerade zeigt.

Nach der Pause geht es weiter auf dem Erlebnisweg. Dazu folgen wir dem Forstweg bergab. Was uns hier besonders gut gefällt, sind die vielen Bankerl entlang des Weges - die Möglichkeit, sich kurz (oder auch länger) zu setzen, lässt uns innehalten und die Natur erspüren und wahrzunehmen.

Die Reisereporter

Am Ende des Abstiegs ist ein weitere Einstieg in diese Wanderung: hier könnt ihr alternativ zum Märchenhotel parken und die Runde beginnen. Wir beginnen ja am liebsten am unteren Punkt, steigen dann auf und gehen im Abstieg wieder an unseren Ausgangspunkt zurück. Daher haben wir uns für diese Streckenführung entschieden.

Wir gehen nicht durch das Tor zum Parkplatz, sondern nach rechts weiter auf unserer Rundwanderung. Nach einiger Zeit durch den Herbstwald kommen wir zu einem weiteren witzigen Holzbauwerk. Hier ist der perfekte Aussichtspunkt Richtung Mandelstein - eine Art Gucker ermöglicht es, auch für Ortsunkundige den Mandelstein im Panorama zu eruieren, da die gezeichnete Kontur der Berge sich auf den echten Ausblick legen lässt. So einfach, aber genial.

Die Reisereporter

Weiter geht es auf dem Weg - hier ist aber die Möglichkeit für eine Abkürzung gegeben, falls ihr schon müde seid oder aber das Wetter kippt. Unsere Tour führt uns um den Hügel herum und zu einem weiteren Holzobjekt: ein "Hochstand" mit hölzernen Tieren im Wäldchen davor. Witzige Idee! Dazu gibt es interessante Infos zu den gezeigten Tieren. Der Weg geht noch ein Stück auf dem Forstweg weiter, dann zweigen wir nach links auf einen Wald- und Wiesenpfad ab. Er bringt uns aus dem Wald hinaus in eine Siedlung.

Wir kommen nun wieder in den Wald, der letzte Wegabschnitt beginnt und mit ihm wird es wieder etwas matschig. Weit weniger als am Beginn, aber halt doch so, dass es aufpassen heißt beim Setzen der Schritte. Eine Vielzahl an Quellen tritt am Nebelstein aus dem Boden aus, was sehr malerisch aussieht, aber auch den Boden nass macht. Die letzte Station des Erlebnisweges liegt vor uns, die Holzwerkstatt mit einem Holz-Instrument. Bald danach zweigt der Weg nach links zum Parkplatz ab.

Eine überaus erlebnis- und aussichtsreiche Wanderung neigt sich dem Ende zu - und auch das Tageslicht. Jetzt heißt es wieder, gut planen, damit wir nicht ins Dunkle kommen. Und sicherheitshalber immer eine Stirnlampe mitführen.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track, Video und viele Fotos unter:

www.diereisereporter.at

  • Logobeschreibung