Wandern Wienerwald: über den Enziansteig aufs Kieneck. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… diesmal führt die Wanderung über den Enziansteig aufs Kieneck.

Erstellt am 24. Dezember 2020 (08:00)
Die Reisereporter

Viele Wege führen aufs Kieneck in den Gutensteiner Alpen – einer davon ist der Enziansteig. Landschaftlich sehr ansprechend, für die Füße abwechslungsreich und ein Wandererlebnis ab den ersten Schritten führt er auf so einigen Höhenmetern hinauf auf den Kamm.

In Thal gibt es einen perfekten Wanderparkplatz, wo der Enziansteig gleich hinter dem Parkplatz startet. Unser Navi kennt Thal nicht, so haben wir Muggendorf eingegeben und sind dann einfach das Stück weiter gefahren.

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Der überaus schöne Steig startet gleich zu Beginn recht steil und so kommen wir gleich ein wenig ins Schwitzen. Kalt ist uns so schon nach wenigen Schritten nicht mehr! Wollt ihr ein wenig moderater starten, dann könnt ihr das erste Stück auf einem Forstweg wandern und so erst eine wenig später direkt in den Steig einsteigen. Wir wählen diesen Forstweg für den Abstieg, da es doch ein wenig rutschig ist.

Der Steig erfordert Trittsicherheit, viele Wurzeln liegen recht oberflächig, mit ein wenig Aufmerksamkeit beim Steigen (die Wurzeln sind recht rutschig) kein Problem. Immer wieder gibt es schöne Ausblicke und wir genießen den Wald und die Stille ringsum. Einzig: der Weg nach hinten ist lang und der Aufstieg über den Kamm von 600 auf 1050 dauert halt so einige Zeit. Wenn die Tage länger sind, dann bieten sich viele nette Pausenplätzchen an, aber für uns, wo wir spät gestartet sind, heißt es hurtig zu sein, damit die Pause bei der Hütte auch ausgekostet werden kann.

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Nach dem Ende des Steigs geht es recht gemütlich weiter dem Kamm entlang, ein bisschen auf und ab. Hier zeigt sich uns dann auch zum ersten Mal die Hütte auf der gegenüberliegenden Seite. Und nun erkennen wir auch, dass es vor dem finalen Anstieg zur Enzianhütte noch einen Abstieg gibt. Was ein paar Höhenmeter extra und mehr Zeit bedeutet. Ein Blick auf die Uhr, aber es wird sich ausgehen.

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Der Abstieg ist auf einem Forstweg, auch hier ist es vereinzelt rutschig, aber alles ist gut zu gehen. Am tiefsten Punkt kommen von der anderen Bergseite die Aufstiege zu unserem Weg – es ist wie eine Kreuzung mit vielen Straßen. Die Markierung ist aber so perfekt, dass immer ganz klar ist, wie es weiter geht. Seitlich vom Weg ist das Gipfelkreuz zu finden und wenig später sehen wir schon die Hütte. Nun ist der Umkehrpunkt erreicht. Die Aussicht ist herrlich und so genießen wir unsere Rast.

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Beim Abstieg müssen wir zum Teil recht gut aufpassen, wohin wir die Schritte stellen - die Wurzeln und auch der Schnee sind doch recht rutschig. Der Rückweg ist mit dem Hinweg ident. Bedenkt bei dieser Tour, dass es doch einige Kilometer sind und es sehr früh dunkel wird. Sicherheitshalber führen wir im Winter immer Stirnlampen mit.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track, Video und viele Fotos unter:

www.diereisereporter.at

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