Mit dem Zug in den Winterurlaub – so funktioniert`s. Viele werden die bevorstehenden Semesterferien für einen Winter(sport)urlaub in heimischen Gefilden nutzen. Wer seine Anreise noch nicht fix geplant hat, sollte den Zug als Verkehrsmittel in Erwägung ziehen.

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 15. Januar 2020 (10:56)
shutterstock.com/Africa Studio

"Mit der richtigen Vorbereitung ist die Bahn eine attraktive Alternative zum Pkw. Denn sofern es eine gute öffentliche Anbindung gibt, erspart man sich damit die anstrengende Fahrt auf mitunter glatten Straßen und Verzögerungen durch Stau", sagt ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner.

Saisonale Direktverbindungen – Urlaubsexpress, Nightjet & Co.

Während der Skisaison gibt es zusätzliche und vor allem direkte Zugverbindungen – so fährt an den Samstagen noch bis 7. März der Sonderzug Urlaubsexpress von Wien, St. Pölten und Linz über Haus im Ennstal, Schladming und Altenmarkt im Pongau bis nach Bischofshofen. Außerdem gibt es in der Wintersaison an den Wochenenden zusätzliche Direktverbindungen von Wien nach z.B. Zell am See und St. Johann im Pongau.

Da die Anfahrt nach Tirol je nach Ausgangspunkt länger dauern kann, verkehren auch Nachtzüge in die Skigebiete. Der Nightjet steuert vier Tiroler Destinationen an: Anton am Arlberg, Stubaier Gletscher, SkiWelt Wilder Kaiser Brixental sowie SkiStar St. Johann. Im Ticketpreis sind neben der Bahnfahrt auch Sitzplatzreservierung, Skipass und Hoteltransfer inkludiert. "Durch die nächtliche Zugfahrt erspart man sich eine Hotelübernachtung und kommt im Idealfall ausgeschlafen im Skigebiet an", sagt die Expertin des Mobilitätsclubs.

Gepäckservice für die Zugfahrt – welche Kosten anfallen

Noch angenehmer wird die Zugfahrt, wenn man Koffer und Skier nicht mitschleppen muss. Der Haus-Haus-Gepäckservice der ÖBB holt die Utensilien einige Tage vor dem Urlaub ab und bringt sie österreichweit zur gewünschten Unterkunft.

Koffer, Rucksack oder auch Skischuhtasche gelten als Normalgepäck, der Transport kostet pro Stück 21 Euro. Skier, Snowboard oder Schlitten zählen zum Sondergepäck, dafür werden pro Stück 31 Euro fällig. Standardmäßig wird bei Inlandsbuchungen das Gepäck von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr abgeholt und im Laufe des nächsten Werktages im selben Zeitraum zugestellt. Wer ein bestimmtes Zeitfenster buchen möchte, muss dafür Extrakosten in Kauf nehmen. "Am besten bucht man den Service mindestens zwei Wochen im Voraus", rät die ÖAMTC-Expertin.

Auch für die Mobilität im Skigebiet selbst gibt es immer häufiger Alternativen zum eigenen Pkw: In zahlreichen Wintersportdestinationen verkehren Shuttlebusse zwischen Unterkunft und Piste. Außerdem trumpften zuletzt einige Orte mit teils autofreien Konzepten auf, z.B. Werfenweng im Pongau oder Serfaus. Gäste der Alpenregion Vorarlberg können das ganze Bundesland umweltfreundlich und komfortabel entdecken, denn die sogenannte Gästekarte fürs Brandnertal, Bludenz und das Klostertal gilt gleichzeitig als Gratisticket für sämtliche Bahn- und Busverbindungen vorarlbergweit. Die Gästekarte erhält man kostenlos ab der ersten Übernachtung.

Reise-Checkliste erleichtert Vorbereitung

Eine direkt auf den Winterurlaub mit dem Zug abgestimmte Reise-Checkliste findet man unter: www.oeamtc.at/reisecheckliste. Die Online-Packliste des Mobilitätsclubs lässt sich den Reiseteilnehmern (z.B. Kind, Hund), der Unterkunft und dem Zielort anpassen und erinnert an wichtige Erledigungen vor dem Urlaub.