Lastesel Auto: So verstaut ihr euer Gepäck richtig. Schlecht gesicherte Ladung laut Mobilitätsclub mitunter Risiko für Insassen

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 19. Juni 2018 (11:27)
ÖAMTC

Laut ÖAMTC Reisemonitoring wollen heuer 42 Prozent aller österreichischen Urlauber mit dem Auto verreisen. ÖAMTC-Stützpunktleiter Peter Kuderna rät, die Beladung sorgfältig und ohne Hektik durchzuführen.

Denn: „Einige Minuten Aufwand können im Ernstfall Leben retten. Mit einer Vollbremsung muss man immer rechnen – und herumfliegende Gegenstände können bei einem Unfall gar mit dem 50-fachen der eigenen Masse wirken.“ Kudernas Tipps zur richtigen Ladungssicherung:

  • Kofferraum: Schwere Gegenstände im Kofferraum möglichst unten an die Rückseite der hinteren Sitzbank legen. Großflächige Koffer stehend an die Sitzbank lehnen, dadurch verteilt sich die auftretende Energie besser. Leichte Gegenstände darauf oder davor schlichten.
  • Hutablage: Das Ladegut im Kofferraum darf die Rücksitzlehne nicht überragen. Auch die Hutablage sollte – ihrem Namen zum Trotz – niemals als Ablage dienen. Bei einer Vollbremsung können dort abgelegte Gegenstände im schlimmsten Fall zu schweren Kopfverletzungen führen.
  • Freie Rücksitze: Kühlboxen oder Getränkekisten werden gerne aus Bequemlichkeit auf der Rückbank platziert. Schwere Gegenstände sind allerdings besser im Kofferraum oder notfalls im hinteren Fußraum aufgehoben.
  • Zurrmittel: Neben einer gleichmäßigen Gewichtsverteilung der Gepäckstücke können zum Befestigen der Ladung geeignete Zurrmittel eingesetzt werden.
  • Dachboxen: Am sichersten transportiert man platzraubendes Reisegepäck in einer Dachbox. Dabei kommt es einerseits auf die richtige Montage am Fahrzeug, andererseits auf die Sicherung der Ladung mittels Gurten  innerhalb der Dachbox an.
  • Reifendruck: In der Bedienungsanleitung ist nicht nur das höchstzulässige Gesamtgewicht, sondern auch der optimale Reifendruck bei starker Zuladung angegeben. Auch die Scheinwerfer sollten dementsprechend eingestellt werden.

Kuderna lädt alle jene an den Stützpunkt, die in Sachen Ladungssicherheit oder Urlaubsplanung noch nicht zu hundert Prozent sattelfest sind: „Unsere Techniker helfen gerne und natürlich kostenlos bei der richtigen Montage von Trägersystemen. Darüber hinaus gibt’s Infos zu Mitführpflichten im Ausland oder auch Reisekarten, Städteführer und viele weitere Broschüren kostenlos für Mitglieder“, so der Stützpunktleiter.