Alpenhof Walchhofer: Ein Hotel fast für uns allein. Einfach raus - nach zweieinhalb Monaten Corona muss ein Tapetenwechsel her. Drei Tage lang Erholung, Natur genießen, aktiv sein, Handy abschalten und es sich vor allem gut gehen lassen. Mit diesem Ziel ging es Freitag von Ybbs los Richtung Filzmoos. Kurzfristig haben wir beim 4-Stern-Hotel Alpenhof Walchhofer gebucht - es sollte sich auf allen Linien lohnen! Übrigens: Für alle NÖN.at-User gibt es für das kommende verlängerte Wochenende ein Spezial-Angebot. Mehr dazu weiter unten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. Juni 2020 (13:19)

"Ja, wir haben noch Zimmer frei", vermeldete Michael Walchhof. Genug wie sich nach knapp zweieinhalb Stunden Autofahrt von Ybbs nach Filzmoos, oder genauer gesagt Neuberg, heraustellen sollte. Über 94 Betten verfügt der ursprünglich von Agnes und Johann Walchofer - den Senior-Chefleuten, die heute noch beim Essen am Familien-"Stammtisch" Platz nehmen - am 4. Juli 1966 als Pension eröffnete und nach zahlreichen Um- und Ausbauten mittlerweile zum 4-Stern-Landhotel aufgestiegene Alpenhof.

"Herzlich willkommen, schön dass ihr da seid", begrüßen uns Julia und Michael Walchhofer, die das Hotel heute mit sehr viel Liebe und Enthusiasmus führen - und servieren zur Begrüßung ein Stamperl Schnaps aus der eigenen Brennerei. Auch so eine positive "Spielerei" von Michael, neben vielen weiteren, wie wir im Laufe der drei Tage noch feststellen sollten.

Von der Wasserwelt bis zur Saunawelt - alle Annehmlichkeiten stehen bereit

Seit 29. Mai hat der Alpenhof nach dem Corona-Lockdown wieder geöffnet. Wir sind - neben einem Paar aus dem Bezirk Mödling - am Freitag die einzigen Gäste im Hotel. "Das bedeutet, wir haben sicher keine Probleme mit den Abstandsregeln", scherzt Michael Walchofer und erklärt gleichzeitig, dass uns trotz der geringen Gästeanzahl alle Annehmlichkeiten zur Verfügung stehen - von der Wasserlandschaft mit Indoor-Pool, Whirl-Pool, großem beheiztem Außenbecken und dem eben erst fertig gewordenen, großen neuen Naturbadeteich mit 1.000 Quadratmeter Wasserfläche bis hin zur Saunalandschaft, die vom Alpenland (Holzknechtsauna und Schwitzstube) bis nach Ägypten (Dampfpyramide) und Asien (Tee-Oase) entführt. Auch die Mittagssuppe oder die Nachmittagskaffeejause wird in der Verwöhn-Halbpension plus angeboten - egal ob das Haus voll belegt ist oder fast uns alleine gehört.

Optimistisch für die Sommersaison

"Wir wollten unbedingt aufsperren, auch wenn es sich jetzt wirtschaftlich noch nicht rechnet. Aber das waren wir uns und unseren Mitarbeitern schuldig", sagt Michael Walchhofer.

Alle 20 Mitarbeiter, fast ausschließlich Stammpersonal und die meisten davon aus der Region rund um Filzmoos, sind seit 26. Mai wieder voll eingestellt, nachdem man die Wintersaison Mitte März vorzeitig abbrechen musste. "Aber die meisten Mitarbeiter konsumieren jetzt gleich mal ihren Urlaub. Normal haben wir unser Haus zu Pfingsten oder an den Juni-Wochenenden zu rund 60 Prozent belegt, vor allem auch mit vielen Stammgästen. Jetzt kommen leider immer noch Stornierungen rein. Aber da kann man nichts machen. Wir blicken nach vorne und sind durchaus optimistisch, dass der Juli und August und vor allem der September und Oktober gute Monate werden, wenngleich wir vielleicht auf das eine oder andere Schmankerl unseres Hauses aufgrund der Covid-Auflagen verzichten müssen", erklärt Walchhofer. 

Gemeinsam Urlaub machen

So wird die allwöchentliche Kaiserschmarren-Party mit Hausherrin Julia Walchhofer wohl den Abstandsregeln zum Opfer fallen. Auf die traditionellen Grillabende, die Weinverkostungen mit Sohn Markus, den Bergfex-Stammtisch, das Almfrühstück mit Julia oder die geführten Wandertouren mit dem Chef Michael, selbst ausgebildeter Bergführer, muss aber auch im Corona-Jahr nicht verzichtet werden.

"Wir wollen unseren Gästen viel bieten, wobei das keinen Animations-Charakter haben soll, sondern unter dem Motto steht: Gemeinsam Urlaub machen und genießen", sagt Julia Walchhofer. Und der Genuss kommt im Alpenhof Walchhofer nicht zu kurz - auch der kulinarische nicht. Die beiden Köche, beide kommen aus Filzmoos, verzaubern mit guter regionaler Küche. Auf den Tisch kommen dabei in erster Linie nur regionale Zutaten. "Uns ist wichtig, dass wir auch hier auf heimische Qualität setzen", betont Julia Walchhofer.

Wander- und Bike-Eldorado mit traumhaften Almhütten

Zurück zu unserem Urlaub - Filzmoos bietet die ideale Kulisse für einen Aktiv-Urlaub. Ein Wanderparadies, das sich vom Gerzkopf, rund um die Bischofsmütze bis zum Dachsteinmassiv erstreckt und mit über 200 Kilometern Wanderwegen in allen Schwierigkeitsgraden gespickt ist. Dennoch haben wir uns vorerst an unserem ersten halben Urlaubstag für eine Mountainbike-Tour entschieden - allerdings zugegeben mit dem E-Bike. Denn wer die zahlreichen Mountainbike-Routen rund um die Filzmooser Bergwelt nutzen will, der braucht verdammt gute Kondition. Mit dem E-Mountainbike geht es da schon einfacher. Hofalmrunde und zum Drüberstreuen rauf zur Schwaigalm. Im Gepäck darf natürlich auch das Filzmooser Alm-Card-Gutscheinheft nicht fehlen. 20 wunderbare Almhütten laden dazu ein, ihre regionale Spezialitäten zu verkosten, so etwa die Pofesen auf der Unterhofalm. 

Am Tag zwei steht nach der morgendlichen Schwimmrunde und einem ausgiebigen Frühstück eine Wandertour am Programm. Mit dem Gratis-Wanderbus geht es von Neuberg nach Hofalm, wo die Königinnentour zur Hofpürlghütte startet. Nach dem relativ steilen Anstieg, der uns bis zu den letzten Schneefeldern führt, gönnt man sich eine kleine Erfrischung im Alpenvereins-Schutzhaus. Danach geht es über die Almen und Wälder weiter zur urigen aber noch geschlossenen Sulzkaralm, ehe wir uns in der Arzbergalmhütte von Peter Jäger mit Wildspezialitäten stärken. Weiter geht es "nach Hause" Richtung Neuberg, wo wir nach der über fünfstündigen Tour erschöpft aber zufrieden ankommen und sich im Wellnessbereich des Alpenhof entspannen und die müden Muskeln kneippmäßig im noch 17 Grad kalten Badeteich "erfrischen".

Am dritten Tag ist dann nochmals eine E-Mountainbiketour angesagt. Diesmal geht's zum Murmeltierschauen auf die Bachlalm, von der man auch einen beeindruckenden Ausblick auf das Dachstein-Massiv hat. Danach über den Schnitzberg zurück nach Filzmoos, eine kleine Ortstour, ehe wir nochmals in der Unterhofalm einkehren. Die Pongauer Kasnock'n sind einfach zu verlockend.

Top-Angebot für Kurzentschlossene

Zurück im Hotel noch schnell duschen, packen und dann verabschieden. Allerdings nur von Julia, Michael macht gerade Zimmerstund'. Ein wenig Ausrasten darf sein. Immerhin hat sich die Gästeanzahl von Freitag auf Sonntag verdreifacht. Zuvor hat er aber noch exklusiv für NÖN.at-User ein Top-Angebot für das kommende verlängerte Wochenende zusammengestellt, bevor am 15. Juni die Grenzen wieder öffnen. Mit dem Kennwort "NÖN" gibt es vom 11. bis 14. Juni, drei Tage inklusive Halpension-Plus, Wasserland und Saunawelt und geführte Wanderungen um 299 Euro pro Person (Normalpreis ab 402,-). Wer schon am Mittwoch anreisen und vier Tage im Alpenhof verbringen will, kann das ab  349 Euro pro Person tun. Für zwei Tage gibt es das NÖN-Angebot um 229 Euro pro Person. Alle Infos und Buchungen unter: www.alpenhof.com, office@alpenhof.com oder 06453/87000.

Auch wenn wir bei der Heimreise alle Muskeln spüren, die drei Tage einfach mal raus aus dem Alltag mussten sein und taten extrem gut. Und was gibt es da Schöneres, als einen echten Österreich-Urlaub in einem top-geführten Familienhotel zu erleben. Einfach empfehlenswert. "Gastgeber mit Herz - willkommen Daheim!", heißt es auf der Homepage des Alpenhof. Das können wir nur unterstreichen.

Abschließende Frage: Die Verwandtschaft?

Übrigens: Falls sich schon wer wie ich gefragt hat, ob Michael Walchhofer mit dem Michael Walchhofer (Abfahrts-Weltmeister und dreifacher Abfahrts-Gesamtweltcupsieger aus Altenmarkt-Zauchensee) verwandt ist? "Nein, wir kennen uns aber besser, als wir vermutlich weitschichtig verwandt sind. Aber ich bin schon ein paar Mal, um eine Autogrammstunde angefragt worden. Ich wäre schon bereit gewesen, aber ich hab das Missverständnis dann doch vorher aufgeklärt", erzählt der Neuberger Michael Walchhofer mit einem Lächeln.

Der Reisebericht entstand auf Basis einer Presseeinladung.