Die Gipfelstürmer in Niederösterreich. Kurz bevor der Winter endgültig vorbei ist in Niederösterreichs (Vor-)Alpen, bläst man dort, wo untertags gecarvt wird, noch schnell zum Angriff. Und zwar auf den Ötscher – mit Stirnlampen, Tourenski und Laufschuhspikes.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 13. März 2019 (01:45)
Ötscher Attack
Schnee, Schweiß und Tourenbindung: Skitourengehen in Lackenhof am Ötscher.

Auf der Piste gibt’s für die, die nicht hinabfahren, sondern hinaufgehen, eigene Regeln. Zumindest auf Niederösterreichs beliebtestem Skitourenberg. Dort gibt’s für alle, die mit Tourenski oder Laufschuhen bergan marschieren, seit letztem Jahr eine eigene Tourenroute.

Die ist beschildert, betreut und „sehr einfach angelegt – quasi eine ‚blaue‘ Route“, so Ötscherlifte-Geschäftsführer Andreas Buder. Dort gibt’s aber auch eigene Tourenabende. Jeden Dienstag und jeden Freitag macht man zwischen halb 5 und halb 9 die beiden Pisten auf den Großen Ötscher für Tourengeher auf.

"Bei uns ist das einzigartig"

Diesen Samstag ist gleich der ganze Berg das Ziel. „Ötscher Attack“ heißt das Event, das nach Betriebsschluss erstmals die (Ski-)Pisten erobert. „Man kennt das aus Saalbach“, meint Andreas Buder, aber: „Bei uns ist das einzigartig!“ Ein Jahr lang hat man gemeinsam mit Amstettner Sportlern geplant.

Das Ergebnis sind vier unterschiedliche „Attacken“ auf den Ötscher. Die heftigste nennt sich „3 Peak“, will also drei Gipfel oder 1.865 Höhenmeter überwinden. Die zweite ist für Sprinter, die dritte Solisten (auf der schwarzen Piste zum Ötscherschutzhaus). Und die vierte, die „Green Peak“, ist einem guten Zweck gewidmet, nämlich NÖs Naturparkschulen. „Die ist auch etwas für Einsteiger, die nicht gleich mit gespikten Laufschuhen herkommen“, meint Andreas Buder.

Und alle anderen? Die dürfen am Ötscher, solange noch Saison ist (die Lifte fahren voraussichtlich bis 17. März), dienstags und freitags touren. Und nächsten Winter wiederkommen ...