Abenteuer trifft Genuss in Ost-Chalkidiki. Die griechische Halbinselregion Ost-Chalkidiki besticht als dritter „Finger“ Griechenlands vor allem durch grüne Hügel und regionale Köstlichkeiten.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 13. Juni 2019 (09:38)

Denkt man an Griechenland, kommen einem im ersten Moment meist traumhaft weiße Strände, blauer Himmel und ein glitzerndes Meer in den schönsten Blau-Nuancen in den Sinn. Dabei hat dieses Land noch weitaus mehr zu bieten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Halbinselregion Ost-Chalkidiki.

Von dichten, grünen Wäldern, die zum Wandern locken, über felsige Hügel und Berge bis zu einsamen Buchten oder traditionellen Bergdörfern ist hier alles vertreten. Besonders reich ist die geschichtsträchtige Region dabei an kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Sehenswürdigkeiten und kulturelle Schätze in jeder Ecke

Angefangen bei A wie Arnea: Das idyllische Bergdorf am Rande des Berges Cholomondas ist bekannt für hervorragenden Wein und Honig und vor allem auch für die bunten, orginalgetreu erhaltenen Herrenhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Chorostasi Mansion ist eines davon, das im Jahr 1896 errichtete Gästehaus wurde zur Gänze aus natürlichen Materialien gebaut.

Ein Spaziergang durch die malerischen Gassen und eine kleine Erfrischung am Dorfplatz, dessen Zentrum ein sagenumwobener Brunnen, umringt von gemütlichen Tavernen, darstellt, lassen den Alltagsstress schnell vergessen. Hier erlebt man, umgeben von grünen Hügeln und Wäldern, griechisches Flair vom Feinsten. Etwas weiter nordöstlich befindet sich die Ortschaft Olympiada.

Bevor man hier in einem der Restaurants an der Strandpromenade einkehrt, sollte auf jeden Fall ein Besuch in Stagira auf dem Programm stehen. Denn die antike Stadt ist der Geburtsort des Philosophen Aristoteles. Ihm zu Ehren wurde sogar ein Park mit Geräten errichtet, die sich auf spielerische Art mit dem Thema Physik befassen. Wer sich für Religion und das Leben in der Mönchsrepublik Athos auf dem gleichnamigen Berg interessiert, sollte sich südlich nach Ouranoupolis begeben.

Da der Zugang zu den orthodoxen Mönchsklöstern eingeschränkt ist, ermöglichen Bootstouren unkompliziert einen Blick auf die monumentalen Klosterbauten, die förmlich in den Berg hineingebaut zu sein scheinen. In der Antike lebten die Griechen von dem, was Mutter Natur in ihrer Umgebung zu bieten hatte. Wirft man einen Blick auf die Landschaft Ost-Chalkidikis wird schnell klar, dass das Angebot schon damals groß gewesen ist: Früchte, Nüsse, Pilze, Honig, Wein und vor allem auch Fische und Meeresfrüchte bildeten die Grundlagen für zahlreiche Festmähler.

Daran orientiert man sich auch heute noch bei den kulinarischen Traditionen. Der bekannte Chefkoch Sotiris Evangelou fasst es im Rahmen des alljährlichen Kouzina Kulinarik-Festivals so zusammen: „Ich kann nur empfehlen, bei einem Besuch in Griechenland die regionale, traditionelle, aber auch die neue griechische Küche zu probieren. Sie ist sehr gesund und gerade durch die Aromen und Zutaten aus den Bergen und Wäldern besonders schmackhaft.“

Umfangreiches Wegenetz mit spektakulären Ausblicken

Dass die Halbinsel ein Paradies für Wanderer und Pilger ist, gilt momentan noch als kleiner Geheimtipp. Anwohner und Experten haben gemeinsam ein umfangreiches Wegenetz erstellt, das durchwegs spektakuläre Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten aufweist.

Alleine in der Region Athos gibt es acht verschiedene Wanderrouten, die sich mit Themen rund um den Berg Athos und das Byzantinische Reich, den Philosophen Aristoteles und Persisches sowie Osmanisches Zeitalter beschäftigen. Hotels, wie das Akra-thos Beach Hotel, haben sich bereits speziell auf damit einhergehende Bedürfnisse eingestellt, indem sie Angebote, vom Frühstück bis hin zum Transport, für Pilger und Wanderer zur Verfügung stellen.