Sicherheitstipps der Bergrettung. Schätze dein Können und deine Kräfte sowie jene der Begleiter, insbesondere von Kindern, ehrlich ein. Richte bei der Tourenplanung die Länge und die Schwierigkeit der Tour danach. Häufige Unfallursachen sind Übermüdung, Erschöpfung und Überforderung.

Von BVZ Redaktion und NÖN Redaktion. Erstellt am 17. April 2019 (16:03)
wacpan/Shutterstock.com
  • Tourenplanung

Eine sorgfältige Tourenplanung verringert das Risiko von unliebsamen Überraschungen. Plane eine Alternative, falls sich die Bedingungen vor Ort so verändern, dass eine Durchführung der Tour zu gefährlich wäre.

Passe dein Verhalten während der Tour den aktuellen Umständen an. Jemand sollte wissen, welche Tour du dir vornimmst und wann du deine Rückkehr geplant hast. Verirren führt nämlich oft zu aufwändigen, langwierigen und teuren Sucheinsätzen.

  • Ausrüstung

Passe deine Ausrüstung an die Witterung sowie an die Dauer, Art und Schwierigkeit der Tour an. Orientierungsmittel und Notfallausrüstung wie Karten, Topos, Rucksackapotheke, Biwaksack, Handy mit vollem Akku, akustische/optische Signalmittel sowie Regenschutz und eine Lampe solltest du immer dabeihaben.

  • Reaktion in Notfällen

•Ruhe bewahren

•Erste Hilfe leisten und Verletzten sichern.

•Notruf wählen (Alpinnotruf 140 oder Euronotruf 112)

•Unfallgeschehen und Ort möglichst genau schildern

•Den Anweisungen folgen und am Unfallort warten, bis Hilfe eintrifft.

•Sparsam telefonieren, damit der Akku lange reicht.

  • Verpflegung

Gehaltvolle Nahrung, die den Magen nicht beschwert, ist der ideale Energiespender. Lege regelmäßig Pausen ein. Trinke ausreichend, denn Dehydration kann zu einer gefährlichen Schwächung des Kreislaufs führen.

  • Wettereinschätzung

Hole schon bei der Tourenplanung Informationen von Wetter- und/oder Lawinenwarndiensten ein und beobachte die Wetterlage auch während der Tour ständig. Kehre bei einem Wettersturz rechtzeitig um bzw. suche Schutz, denn Nässe und Kälte führen rasch zu Unterkühlung.

  • Tempo

Das Tempo orientiert sich stets am schwächsten Mitglied einer Gruppe. Teile oder verlasse die Gruppe nie. Zu schnelles Gehen führt zu frühzeitiger Erschöpfung.

Infos: http://www.bergrettung.at