Winter 2019/20 zweitwärmster seit 1768. Am Samstag (29. Februar) endete der zweitwärmste Winter der Messgeschichte in Österreich, nur 2006/07 war milder. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) lagen die Temperaturen besonders an der Alpennordseite teils um mehr als 3 Grad über dem langjährigen Mittel.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 02. März 2020 (09:19)
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APA (Symbolbild/dpa)

Bei der Niederschlagsbilanz zeigen sich leicht überdurchschnittlich Werte im Bereich der Nordalpen sowie teils auch im Norden, während es von Osttirol bis ins Burgenland weniger Niederschlag als üblich gab. Schnee war im Flachland absolute Mangelware, in St. Pölten, Bregenz und Graz gab es erstmals in der Messgeschichte sogar keinen Tag mit einer geschlossene Schneedecke.

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Besonders markant fallen die Temperaturabweichung im Winter 2019/20 entlang der Nordalpen sowie im Norden des Landes aus: „Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich sowie am Alpenostrand war der Winter vielerorts 3 bis 4 Grad wärmer als im klimatologischen Mittel“ analysierte Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. In Summe reiht sich der Winter mit einer Abweichung von +3,2 Grad an zweiter Stelle nach dem Rekordwinter 2006/07 ein.

Temperaturrekord unter anderem in St. Pölten

Mit einer österreichweiten Abweichung von 2,8 Grad war der erste Monat des Winters bereits deutlich zu warm. Besonders nach der Monatsmitte sorgte eine ausgeprägte Föhnlage für zahlreiche Temperaturrekorde in St. Pölten, sowie in Linz, Graz und Salzburg. In der Nacht auf den 18.12. wurde zudem auch die wärmste Dezembernacht der Messgeschichte Österreichs mit fast 15 Grad in Pottschach-Ternitz (Bezirk Neunkirchen) verzeichnet.

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Stürmischer und extrem warmer Februar

Der Februar geht als 9. Monat in Folge mit einer Abweichung von rund +4 Grad als einer der wärmsten überhaupt in die Messgeschichte ein. Dazu gab es mit PETRA, SABINE, YULIA und BIANCA nahezu im Wochentakt Sturmlagen. Selbst im Flachland kam es dabei mitunter zu Orkanböen, wie etwa im Mühlviertel am 10.2. oder im Wiener Becken in der Nacht auf den 24.Februar.