Ausflugstipp: Die Kängurufarm in Harzberg. Bloggerin Verena Irrschik (Avanganza.com) besuchte mit ihren Sprösslingen die Kängurus in der Nähe von Wien:

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 28. Juni 2019 (19:46)
Verena Irrschik/Avanganza.com

Kängurus in freier Wildbahn in Australien zu erleben, war eines meiner schönsten Reiseerlebnisse.Um Kängurus hautnah erleben zu können, ist es gar nicht notwendig nach Australien zu fliegen. Denn nur 40 Minuten von Wien entfernt gibt es Österreichs einzige Kängurufarm. Ich habe sie vor ein paar Wochen besucht und meine Eindrücke und viele Infos zur Kängurufarm für euch in diesem Beitrag zusammengefasst:

Wo befindet sich die Kängurufarm?

Im Schutzhaus am Harzberg, gleich neben der Jubiläumswarte befindet sich Kängurufarm die sich um die Aufzucht und Pflege von Kängurus kümmert. Von der 21m hohen Aussichtswarte auf 466m Seehöhe hat man übrigens einen wunderschönen Ausblick auf das Wiener Becken.

Der Aussichtsturm wurde übrigens zu Ehren von Kaiser Franz I errichtet. Während der Öffnungszeiten des Schutzhauses hat man dort die Möglichkeit die Rotnackenkängurus (Brennet-Wallabays) mit ihren Jungtieren zu beobachten und hautnah zu erleben.

Welche Kängurus leben dort?

Auf der Farm leben Bennet-Wallabys, die sich auf einem 800m² großen Freigehege frei bewegen können. Bennet-Wallabys sind Rotnackenkängurus, die vorwiegend auf dem südöstlich vom australischen Festland vorgelagerten Inseln, wie Tasmanien leben.

Wind und kaltes Wetter stört die Tornackenkängurus nicht. Ganz im Gegenteil, sie lieben es auch im Schnee herumzutollen. Mit großer Hitze haben sie allerdings Probleme. Da fühlen sie sich nicht besonders wohl.

Verena Irrschik/Avanganza.com

Was es dort zu erleben gibt:

  • Über die Terrasse des Schutzhauses erreichst du die Kängurufarm. Dort findest du derzeit 10 Rotnackenkängurus und 5 Jungtiere. Diese sind bereits außerhalb des Beutels immer wieder auf Entdeckungsreise. Sehr entzückend!
  • Gegen eine Futterspende von mindestens €3 bekommt ihr im Schutzhaus ein Säckchen Erdnüsse, das ihr an die Kängurus verfüttern dürft. Ansonsten gilt strenges Fütterungsverbot, das auch über Kameras bewacht wird.
  • Entlang des Geheges gibt es jede Menge Schautafeln mit vielen Infos und Bildern rund um Kängurus.
  • Ins Gehege selbst darf man nicht. Auch wenn die Kängurus sich mittlerweile manchmal sogar streicheln lassen, sind es immer noch Wildtiere.
  • Es gibt übrigens einen schönen Outdoor Spielplatz, direkt unterhalb der Terrasse des Schutzhauses. Hier können sich Kinder austoben während sich die Eltern bei Hausmannskost stärken oder ein kühles Bier genießen. (Übrigens: es gibt hier sogar Hundebier)
  • Im Schutzhaus selbst gibt es eine kleine Kinderecke mit Spielsachen.
  • Jubiläumswarte
    Der kurze Aufstieg wird mit einer genialen Aussicht auf das Wiener Becken belohnt.

Anreise

Ihr könnt einen Besuch bei der Kängurufarm mit einer schönen Wanderung verbinden. Vom Kurpark Bad Vöslau führt ein idyllischer Wanderweg direkt von der Waldwiese hinauf zur Jubiläumswarte am Harzberg bzw. zur Kängurufarm. Der Wanderweg ist kurzweilig und

Distanz und Dauer: ca. 2,5km, die man in gemütlicher Gehzeit in ca. 30 Minuten zurückgelegt hat.

Achtung: Dieser Weg ist aufgrund unwegsamer Passagen nicht kinderwagentauglich!

Alternativ kann man mit dem Auto über die Harzbergstraße bis zum Parkplatz beim Schutzhaus fahren. Die Schotterstraße ist ein wenig holprig und sehr schmal, aber auch mit kleineren Autos gut machbar.

Verena Irrschik/Avanganza.com

 

Fazit:

Die Kängurufarm ist ein Top Familienausflugsziel. Beim Schutzhaus kann man alles Barrierefrei entdecken und ein Wickeltisch ist ebenfalls vorhanden. Für ausreichend natürlichen Schatten durch Bäume und auch Sonnenschirme ist übrigens auch gesorgt. Auch Hunde sind herzlich willkommen und dürfen sich über ein eigenes Menüangebot und Hundebier freuen.

Noch ist die Kängurufarm ein Geheimtipp, bei dem es viel zu entdecken gibt. Es lohnt sich dieses Ausflugsziel mit einer Wanderung zu kombinieren und sich dann im Schutzhaus ausgiebig bei Hausmannskost zu stärken.

Wer auf Pommes und Schnitzel nicht verzichten kann, besucht besser einen der umliegenden Heurigen. Denn eine Fritteuse sowie fett gebackene Speisen sind im Schutzhaus tabu! Wir werden auf jeden Fall wieder kommen und freuen uns schon wenn wir dann die Kleinen bei ihren Entdeckungstouren beobachten können.