Stefan Eder blickt über den regioglobalen Tellerrand

Ein Moment zum Anrichten: Das Fine-Dining-Restaurants ZeitRAUM ist eröffnet. Damit hebt Haubenkoch Stefan Eder das Konzept von Fine-Dining in eine neue Dimension und bekommt dafür sogar den Segen des Wiener Dompfarrers Toni Faber.

Erstellt am 29. Oktober 2021 | 09:09
Zeitraum
Claudia Stöckl genießt die Zeit mit den Gastgebern Stefan Eder und Eveline Wild.
Foto: Rene Strasser

Raum und Zeit zu schaffen für ein kulinarisches Erlebnis, bei dem der Moment im Mittelpunkt steht: Dieser Gedanke führte Regie bei dem Projekt ZeitRAUM im Vier-Sterne-Hotel Der WILDe EDER in St. Kathrein am Offenegg. Das Fine-Dining-Restaurant feierte seine Eröffnung am 12. Oktober 2021 mit Familie und Freunden aus der Kreativ-, Hotel- und Gastroszene, Nachbarn und Medienvertretern.

Neben den JRE-Haubenköchen Richard Rauch und Michael Kolm, Hotellerie-Kollegen Familie Pierer und Michaela und Andreas Muster (Landhaus Ratscher), Stefan Krispel vom gleichnamigen Weingut sowie Backprofi Christian Ofner schauten auch Radiomoderatorin Claudia Stöckl und Dompfarrer Toni Faber vorbei. DJ Mama Feelgood sorgte für den musikalischen Feinschliff. „Es ist ein langjähriger Lebenstraum, den wir uns erfüllen“, erzählen Gastgeber Stefan Eder und Eveline Wild.

Taste the moment!

Das Thema Regionalität ist im WILDen EDER längst Standard. Stefan Eder konnte als Jeunes Restaurateur (JRE) für sein neues Arrangement nicht nur der Phantasie, sondern auch seiner Kreativität freien Lauf lassen – ganz nach dem Motto „Taste the moment!“ werden im ZeitRAUM Momente aus der Vergangenheit oder Zukunft kredenzt. „Wir servieren Überraschungen“, erklärt Stefan Eder als Vater des Konzepts. „Alles kann, nichts muss!“ Selbst das Besteck kann frei gewählt werden, vorhanden sind jede Menge Tools in der Lade direkt bei Tisch. Bezahlt wird pauschal für die Zeit, die man dort verbringt – das Essen kostet demnach nichts.

Eveline Wild und Stefan Eder
Gastgeber Eveline Wild und Stefan Eder.
Rene Strasser

Ich bin. Ich war. Ich werde gewesen sein.

Die Motivation für das Projekt kommt aus der Faszination für das Thema Zeit. Selbst Architektur, Optik und Konzept des Restaurants wurden designt, um sich im Hier und Jetzt zu fühlen. Wer Glück hat, wird als Gast trotzdem erfahren, wie der Urknall oder Sternenstaub schmeckt und zumindest erleben, wie Evelines Pralinen über den Tisch hinwegschweben.

Unverwechselbare Destination für Gourmets.

Apropos schweben. St. Kathrein am Offenegg steigt inmitten des Almenlandes zwischen sanften Hügeln empor Richtung Himmel. Wer noch nicht dort war, kennt den Ort vermutlich aus den Medien. Dort hat der WILDe EDER vor Jahrzehnten seine Wurzeln geschlagen und wächst immer noch. Stefan Eder und Eveline Wild sind mittlerweile Personen der Öffentlichkeit und ergänzen sich als Chefleute perfekt. Gemeinsam führen sie nach der Übernahme den größten WILDen EDER, den es je gab. Der Erfolg kommt aus der Erdung in der Tradition – und nicht zuletzt aus dem familiären Zusammenhalt. 

Wenn schon, denn schon.

In Qualität zu investieren war schon immer eine Priorität im Hause WILDer EDER. Auch dieses Mal hat die Familie nicht nur den ZeitRAUM, sondern auch einen Mehrwert für den À-la-Carte- sowie Hotelgast geschaffen: Der Buffetbereich wurde noch großzügiger gestaltet, die Terrasse und der Wintergarten sowie die Open-Lounge ausgebaut: „Ein Tapetenwechsel tut unserem ganzen Team gut und wir freuen uns sehr über die staunenden Gesichter unserer Gäste“, so Stefan Eder. Rund eine Million Euro und ein halbes Jahr Zeit wurden in den gut geplanten Umbau investiert.

Charity für Lebensqualität.

Selbst an besondere Gäste auf Erden wird gedacht: Heute gibt es die Möglichkeit, für das Kinderhospiz Sterntalerhof zu spenden. „Ein Versuch, den jungen Menschen, denen weniger Zeit bleibt, ein bisschen mehr Raum zu schenken“, erklären Stefan und Eveline.

Hard Facts: Umbau ZeitRAUM.

  • Investition: rund 1 Million Euro | ZeitRAUM sowie Wintergarten & Restaurant Wirtshaus
  • Kapazität maximal 32 Personen Geöffnet Montag, Freitag, Samstag (Ankommen zwischen 18 und 20 Uhr)
  • Kosten 130 Euro pro Person und für 7 Gänge exklusive Getränke
  •  

Hard Facts: Hotel.

  • 1 Chalet 5 Suiten 18 Panoramazimmern

Wellnessbereich WILD-Kräuter-SPA mit Hallenbad und Saunen, Infrarot-Kabine und Kraxnöfen, herausragenden Treatments wie die Schafwollhandschuh-Massage oder die neue Apfelstrudelpackung aus dem Hause Eder.

Hard Facts: Stefan Eder.

Stefan Eders Gespür für kulinarische Besonderheiten ist sein persönlicher Output von Inspirationen aus der ganzen Welt. Sein Spielplatz ist die Küche – der Ort, an dem er besonders mutig und experimentierfreudig ist. Der Ort, an dem er seine naturgegebene Kreativität und Impulsivität ausleben kann. Mit dem ZeitRAUM sprengt er seine irdischen Grenzen und kann endlich auch nach den Sternen greifen.

Wissenswert: Drei Hauben von Gault Millau, zwei Gabeln von Falstaff, Mitglied der Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE)

Hard Facts: Eveline Wild.

Als Kind verlor Eveline Wild ihr Herz an knuspriges Windgebäck, glänzende Petits Four und dekorative Torten. Daraus entwickelte sich eine neverending Lovestory. Man sieht sie selten ohne Schokolade und selbst aus dem Fernseher strahlt sie hauptsächlich mit ihren Kreationen um die Wette. Im WILDEN EDER fällt sie dank perfekter Integration nur durch ihren Tiroler Akzent auf.

Wissenswert: Konditorweltmeisterin (2001 in Seoul), TV-Liebling („Frisch gekocht“ im ORF 2 und „Deutschlands beste Bäcker“ im ZDF), Patin des Evelina-Apfels sowie Namensgeberin der EvelineWild-Rose.