Gemeinsam essen & Spaß haben im Waldviertler Kernland. Anstatt zuhause alleine zu essen, kann man im Waldviertler Kernland mit anderen Mittagessen und am Nachmittag etwas erleben.

Von BVZ Redaktion und NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Februar 2018 (20:06)
Christoph Kerschbaum
„Gemeinsam essen, reden, lachen“, lautet die Devise bei Mahlzeit im Waldviertler Kernland.

In dünn besiedelten Regionen ist es nicht leicht, immer in Kontakt mit anderen zu bleiben. Wird man älter, steigt die Gefahr noch weiter, dass man sich zurückzieht und vereinsamt.

„Mahlzeit! gemeinsam essen, reden, lachen“.

Im Waldviertler Kernland aber, zwischen Großgöttfritz und Gutenbrunn, zwischen Weinzierl und Bärnkopf, ist das gar nicht so leicht. Denn: Hier gibt es „Mahlzeit! gemeinsam essen, reden, lachen“.

„Wir wollten nicht das Essen zum Menschen, sondern den Menschen zum Essen bringen“, erinnert sich Doris Maurer, Geschäftsführerin der Kleinregion Waldviertler Kernland.

Um 12 Uhr mittags geht es los. Da startet das Mahlzeit-Treffen im Wirtshaus mit dem Mahlzeit-Menü. Am frühen Nachmittag lockt dann für die durchschnittlich 15 Teilnehmer ein Nachmittagsprogramm. Vom Spielenachmittag über gemeinsames Singen bis hin
zu Vorträgen. Auch eine Kirchenführung gab es schon. Wanderwege wurden schon entdeckt und Kinderspielplätze besucht.

Keine Angst braucht man übrigens vor der Länge zu haben, das Nachmittagsprogramm dauert nur eine Dreiviertelstunde bis Stunde. Damit danach noch genug Zeit zum Plaudern, Kartenspielen & Co. bleibt.

Christoph Kerschbaum
Nach dem Essen gibt es ein Nachmittagsprogramm, zum Beispiel mit Musik.

Insgesamt 20 Ehrenamtliche kümmern sich um das Nachmittagsprogramm

Bei den Mahlzeit-Treffen mit dabei ist immer ein Gastgeber. Das sind insgesamt 20 Ehrenamtliche, die sich um das Nachmittagsprogramm kümmern. Und: Sie heißen neue Gesichter beim Mittagstisch willkommen. „Es braucht diese Person vor Ort“, betont Maurer. Damit Mahlzeit funktioniert.

Jedes Wirtshaus kommt zwei Mal im Monat an die Reihe. Jeden Tag stehen zwei in der Region zur Auswahl. Welches Mahlzeit-Menü es wann bei wem zu essen gibt, und was danach am Programm steht, wie auch die Telefonnummer des Wirtshauses, das verrät der Programmfolder. Zu finden auf Gemeinden, bei den Wirten usw.

Hat man ein Gericht oder ein Thema entdeckt, auf das man Lust hat, braucht man nur zwei Tage davor beim jeweiligen Wirten anzurufen, damit dieser das Essen besser planen kann. Und schon kann man hinfahren. Im Laufe der Zeit, so erzählt Maurer, haben sich Fahrgemeinschaften gebildet, damit die Mahlzeit-Teilnehmer auch zu jedem Wirten kommen, zu dem sie wollen. Wer nicht weiß, wie er hinkommt, kann sich auch bei der Gemeinde oder dem Gastgeber melden.

Zwei Auszeichnungen für das Projekt

Im Jänner durfte sich das Projekt, das gemeinsam mit Fonds Gesundes Österreich und Land NÖ konzipiert wurde und inzwischen in den Regelbetrieb übergegangen ist, gleich über zwei Auszeichnungen freuen: den ersten Platz beim Dorf- und Stadterneuerungspreis in der Kategorie „Kleinregionen“ und den ersten Platz beim Vorsorgepreis österreichweit in der Kategorie „Gemeinde & Städte“.

www.waldviertler-kernland.at/cms/mahlzeit