Bewegung für die Gesundheit von klein auf. Für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit braucht der Mensch Aktivität. Und das am besten von klein auf.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 11. Dezember 2019 (03:52)
Familien können jede Gelegenheit nutzen, um aktiver zu werden. Wie etwa den ersten Schnee.
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Bewegung als vorbeugende Maßnahme für Demenz war vor kurzem Thema der Kremser Demenztage. Die NEOS forderten erst kürzlich mehr Bewegung in Schulen und Betreuungseinrichtungen. Im Kampf gegen Übergewicht, um Sport, Lernerfolg und Vereine zu fördern.

Für mehr Bewegung appelliert auch Gernot Schweizer in seinem Buch „Bewegung!“. „In meiner Praxis werden regelmäßig Kinder betreut, die bereits mit vier, fünf, sechs Jahren, also noch bevor sie in die Schule kommen und das ungewohnte, ständige Sitzen als Erklärung dafür herhalten könnte, massive Haltungsschäden, muskuläre Verkürzungen, Bewegungseinschränkungen in ihren Gelenken und motorische Einschränkungen entwickelt zu haben“, so der Physiotherapeut.

"Radfahren und Skifahren klappen schon gut ab vier Jahren"

Er glaubt, dass ein Kind, bevor es zur Schule geht, schwimmen, Rad fahren, Purzelbäume schlagen und rückwärts laufen können sollte. „Radfahren und Skifahren klappen schon gut ab vier Jahren“, schreibt er. Ab fünf Fußball, Ballett. Wichtig dabei: Die Bewegung sollte Spaß machen, nicht leistungsorientiert sein. Ab sechs Jahren sind vielleicht Judo oder Hockey interessant, ab sieben Handball, Volleyball, Reiten usw.

Was Bewegung bringt? „Die Durchblutung von Körper und Gehirn wird gefördert, unsere Motivation, unsere Motorik, unsere Wahrnehmung für den Körper verändern sich positiv, wir entwickeln Glücksgefühle, es vollzieht sich eine komplette Hormonumstellung. Unsere gesamten Systeme werden durch Bewegung positiv gefüttert“, sagt er.

Zu wenig Bewegung bringt zahlreiche Beschwerden und Krankheiten mit sich. Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beispielsweise wird das Fundament, so Schweizer, bereits in der Kindheit gelegt, zurückzuführen auf eine meist ungesunde Lebensweise. „Hauptursachen sind zu viele Kalorien und zu wenig Bewegung.“