„Als Eltern bitte nicht panisch werden“. Eltern können ihren Kindern erklären, was ein Virus ist und warum man die Hände nicht ablecken sollte. Bei kleinen Kindern stehen hingegen das gemeinsame Umsetzen von Maßnahmen wie dem Hände waschen im Vordergrund.

Von Sabrina Luger. Erstellt am 06. März 2020 (13:41)
Symbolbild
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„Als Elternteil kann man durchaus Gesundheitserziehung machen. Ich kann meinem Kind erklären, wie sich der Körper bei einer Grippewelle oder dem Coronavirus verhält“, so Norman Schmid, Leiter des Berufsgruppenverbandes-NÖ für Psychologen. Dabei sollen die Erziehungsberechtigten aber nicht in Panik verfallen und die Lage der Situation überdramatisieren, appelliert Schmid.

Bei der Aufklärung über Infektionsrisiken sollte man bei Kindern das Alter miteinbeziehen. So ist Schmid der Meinung, dass es bis zum Kindergartenalter nicht viel Sinn macht, die Situation objektiv zu erklären. Eher sollten dem Kind häufiger die Hände abgewaschen werden.

Erst ab einem Alter von drei bis vier Jahren ist es laut dem Psychologen ratsam, den Nachwuchs über Viren und die Verbreitung von Krankheiten aufzuklären. Dafür gibt es beispielsweise Bücher, die bei der Erklärung hilfreich sein können.

Je älter die Kinder werden, umso mehr Informationen kann man ihnen zumuten. Doch sollten Eltern und Erziehungsberechtigte besonders darauf achten, dass Grundsatzmaßnahmen umgesetzt werden, wie beispielsweise häufiges und gründliches Händewaschen oder das Unterlassen von Händeschütteln.

“Doch es macht keinen Sinn in Panik zu verfallen“, so Schmid. Umgekehrt gilt ebenso:  „Wenn man sieht, dass jemand anderes in seinen Augen übervorsichtig ist, dann ist das auch in Ordnung und nichts, das man belächeln sollte“, so der Psychologe.