Duftender Garten mit Lavendel. Erinnerungen an die Kindheit, Wohlbefinden und Ruhe – Düfte können dem Menschen sehr viel Gutes tun. Wer manche davon öfter erleben möchte, kann sich den einen oder anderen Blumenduft auch in den eigenen Garten holen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 15. Mai 2019 (02:15)
s: Alexander Haiden/Natur im Garten
Duftende Erlebnisse mit sich bringen kann etwa Lavendel.

„Wusstest du schon? Der im Sommer violett blühende Lavendel besitzt für uns einen bezaubernden Duft. Sein Aroma wirkt jedoch auf vielerlei Ungeziefer in Schränken und Kästen abschreckend.“ Wer eine Packung Lavendelblüten von Sonnentor umdreht, kann erfahren, wie ein Lavendeltee zubereitet wird, aber auch etwas über die Wirkung.

Düfte von Pflanzen können dabei sehr unterschiedlich wirken. Manche Duftstoffe locken Insekten an, andere schützen vor Schädlingen. Auch der Mensch nimmt Gerüche und Düfte unterschiedlich wahr.

„Viele Düfte sind beruhigend, anregend oder erfrischend. Sie machen wunschlos glücklich und lassen angenehme Erlebnisse wieder auferstehen“, verrät Margit Beneš-Oeller von Natur im Garten. Wie Pinienharz ans Mittelmeer. „Manchmal wirken sie aber auch aufdringlich, stoßen ab oder erinnern gar an Unangenehmes.“

Wer Düfte mag, kann sie sich in den eigenen Garten holen. Passende Pflanzen dazu gibt es verschiedene. Manche duften über ihre Blätter, Stängel, Früchte, Samen, Wurzeln, Nadeln, Hölzer oder Harze – Duftpflanzen, wie Flechten, Sommerblumen oder Stauden. Andere riechen erst, wenn man Zweige, Wurzeln usw. zerbricht und verreibt – Aromapflanzen. Und dann gibt es noch Blattdufter bzw. Kontaktdufter. Sie duften erst bei Berührung.

Nach Honig, Veilchen & Co.

Auch wenn Regen und Schnee an so manchem Mai-Tag heuer kaum an duftende Pflanzen denken ließen, so blühen die meisten duftenden Pflanzen im Frühling und Sommer. Von Mai bis Oktober etwa blüht der honigduftende Duftsteinrich – als Bodendecker etwa zwischen Rosen oder in Steingärten. Zwischen Mai und Juni zeigt sich der nach Rosen oder Veilchen duftende Goldlack in warmen Gelb- bis Rottönen. Zitronen-Thymian, Duftpelargonie, Ysop, Nelken … viele Düfte können den Aufenthalt im Garten verschönern. Tipps:

Nicht zu viel, und vor allem nicht zu viel verschiedene, duftende Pflanzen nebeneinander setzen.

Gut entwickeln können sich der studierten Landschaftsplanerin zufolge Düfte vor allem an Wärme speichernden, Wind geschützten Mauern und Hecken. „Wo immer es im Garten abgeschirmte Bereiche gibt, sammelt sich Duft und es entstehen lauschige Aufenthaltsorte.“

Kräuter am besten morgens durchdringend und langsam am Fuß der Pflanze gießen. Ein Tontopf oder eine Flasche ohne Boden mit dem Hals nach unten neben die Pflanze in den Boden gesteckt ermöglicht es, dass sich der Boden langsam vollsaugen kann.

Wer sich den Duft ein wenig erhalten möchte: „Für kleine Duftsäckchen oder Potpourris etwa von Lavendel werden voll aufgeblühte Triebe abgeschnitten und zu kleinen Bündeln gebunden. Trocknen Sie einzelne Bündel unter sehr luftigen, schattigen Bedingungen zum Beispiel an einer Wäscheleine. Nach dem Trocknen rebeln Sie die duftenden Blätter bzw. Blüten ab. Sie sind ein guter Zusatz für entspannende Bäder.“

Vor Blühbeginn können Basilikum, Estragon, Pfefferminze, Thymian und Zitronenmelisse bei sonnigem und trockenem Wetter geerntet werden. Nach Blühbeginn auch noch Bohnenkraut und Oregano. Einfach kopfüber aufhängen oder in einer Eiswürfelform einfrieren.