Älteren Menschen helfen. Heimhelfer unterstützen Menschen im Alltag. Zurzeit sind sie sehr gefragt. Die Ausbildung dazu umfasst 400 Einheiten.

Erstellt am 23. September 2019 (00:00) – Anzeige
Hilfswerk, Photographee.eu/Shutterstock.com
Desto älter man wird, umso eher braucht man Unterstützung. Wie etwa Heimhelfer von Sozialen Diensten.
 

Betrachtet man die 80- und Über-80-Jährigen in Niederösterreich brauchen zwar 45 Prozent keine Unterstützung. 27 Prozent der Generation 80 plus aber braucht Hilfe, knapp 9 Prozent eine pflegebezogene, verrät die Hochaltrigenstudie NÖ der Österreichischen Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen.

In Zukunft wird der Bedarf steigen. Weil die Menschen immer älter werden. So machte beispielsweise vergangenes Jahr der Anteil der Menschen ab 60 Jahren 26,46 Prozent der Bevölkerung aus, 2035 wird dieser Anteil laut Altersalmanach aber auf 33 Prozent gestiegen sein.

Der Großteil der älteren Generation will so lange wie möglich zu Hause bleiben. Dazu brauchen viele aber Unterstützung. Immerhin nehmen im Laufe der Jahre die Beeinträchtigungen zu. Der Mensch bekommt nicht nur Falten, auch die Gelenke nutzen sich ab, die Muskeln werden schwächer, die Wundheilung verzögert sich. Man sieht schlechter, hört oft schlechter, schmeckt schlechter.

Die Körpersysteme beginnen, nicht mehr fehlerfrei zu funktionieren, verrät das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs. Umso mehr werden Menschen gebraucht, die in der Pflege, Betreuung und Unterstützung von älteren Menschen arbeiten, die ihnen im Alltag helfen. Wie zum Beispiel Heimhelfer.

Hilfe beim Kochen, Einkaufen & Co.

Heimhelfer unterstützen bei der Haushaltsführung, beim Kochen und Essen, bei der persönlichen Hygiene, beim An- und Ausziehen, beim Einkaufen, bei Behördenwegen usw. Sie unterstützen Pflegepersonen und können dazu beitragen, soziale Kontakte zu fördern usw.

Wie man Heimhelferin oder Heimhelfer wird? Um als Heimhelfer zu arbeiten, braucht man eine entsprechende Ausbildung. Diese umfasst 200 Unterrichtseinheiten Theorie und 200 Stunden praktische Ausbildung und wird an Schulen, bei sozialen Diensten usw. angeboten. Dabei lernen Teilnehmer Grundlagen für die Betreuung älterer Menschen. Es geht um Erste Hilfe, Hygiene, Ernährung, Haushaltsführung, Pflege, Kommunikation. In der Heimhilfe arbeiten übrigens viele, die zuvor in anderen Branchen tätig waren.
 

Tipp: Die Ausbildung kann im Rahmen des AMS-Projekts „AQUA – Arbeitsplatznahe Qualifizierung“ absolviert werden. Die Initiative fördert Arbeitssuchende, die ihre Chancen am Arbeitsmarkt mit einer Ausbildung erhöhen möchten. Am besten beim zuständigen AMS-Berater nachfragen.