Mit Maske atmen und sprechen. Das Atmen fällt schwerer und das Gegenüber nuschelt - Die Schutzmaske wird uns noch länger im Alltag begleiten. Europäische Stimmexperten informieren über die richtigen Techniken um trotz Maske leichter zu atmen und verständlich zu sprechen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. April 2020 (10:43)
Symbolbild
BidaOleksandr, Shutterstock.com

Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel dürfen in Österreich mittlerweile nur noch mit Schutzmaske betreten werden, angenehm ist das für die Maskentragenden aber nicht unbedingt. Ein Beklemmungsgefühl beim Atmen, beschlagene Brillengläser und gedämpftes Sprechen sind nur einige Begleiterscheinungen des Mund-Nasenschutzes, der richtig verwendet am Nasen- und Jochbein abschließen sollte. Das Team des Europäischen Netzwerks für Stimmexperten von www.stimme.at
hat einige Tipps zusammengestellt um besser mit den Masken zurecht zu kommen. Diese werden uns nämlich vermutlich noch längere Zeit begleiten. 

Tipps für die Atmung

  • Die Maske aufsetzen und sofort drei ganz bewusste, ruhige Atemzüge machen. Das hilft dabei, ruhiger zu werden und die Atemmuskulatur, die man jetzt mehr einsetzen muss, nicht zu verspannen. 
  • Beim Ausatmen den Atem bewusst über das Kinn nach unten lenken. Dazu die Unterlippe beim Ausatmen ein bisschen nach hinten ziehen. Die Maske bleibt so längere Zeit rund um die Nase trocken. Brillenträgern hilft das auch, damit die Gläser nicht so leicht beschlagen.  
  • Atemmuskeln zwischendurch trainieren mit der "Kerzen-Ausblase-Übung": Sie stellen sich drei Kerzen zehn Zentimeter vor dem Mund vor. Die blasen Sie mit drei kleinen, kurzen, aber heftigen Luftstößen auf „FFF“ aus. Wenn Sie es richtig machen, bewegt sich auch der Bauchnabel dabei, das trainiert auch gleich das Zwerchfell. 

Tipps zum Sprechen

Damit die durch die Maske deutlich abgebremsten Schallwellen trotzdem beim Empfänger ankommen und Sie gut verstanden werden: 

  • Beim Sprechen bewusst direkt zum Gesprächspartner drehen, diesen (auch innerlich) fokussieren um die Stimme tragfähiger zu machen.
  • Wer gerne schnell spricht, sollte gedanklich ein wenig vom Gas gehen, das erhöht die Verständlichkeit.  
  • Auch deutlicher als üblich zu artikulieren hilft. Kleine Übungen wie Lippenflattern, Grimassenschneiden oder weiche, genussvolle Kaubewegungen vor dem Aufsetzen der Maske erleichtern das.
  • Lauter als üblich sprechen, da die Schallwellen durch eine Barriere müssen.
  • Mit den Augen lächeln und die Augenbrauen oft heben, das signalisiert Kommunikationsbereitschaft, auch wenn nur wenig vom Gesicht zu sehen ist.