Wie sinnvoll sind welche Schutzmasken?. Unterschiedliche Arten von Schutzmasken schützen Träger und Umfeld verschieden stark. Selbermachen ist im Trend. Allgemeine Hygieneregeln müssen trotzdem immer eingehalten werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. April 2020 (11:51)
Symbolbild
BidaOleksandr, Shutterstock.com

Seit kurzem herrscht in Österreichs Supermärkten zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie eine Schutzmaskenpflicht. Auch selbstgemachte Alternativen sind erlaubt. Aber welche Art von Maske schützt nun wie? Das unabhängige Verbraucherportal „Vergleich.org“ hat Antworten auf diese Frage.  

Welche Masken gibt es und wen schützen sie?

Es wird zwischen dem Mund-und-Nase-Schutz (MNS) aus Papier oder Vlies und so genannten FFP-Masken (“Filtering Face Piece”) aus gehärtetem Papier oder Stoffen unterschieden. MNS schützt vorrangig das Umfeld und wird vor allem von Klinikpersonal benötigt.

Die Verbraucherplattform "Vergleich.org" hat eine Übersicht zum Schutz durch unterschiedliche Masken zusammengestellt.
Vergleich.org

Masken ab der Schutzklasse FFP2 schützen mit einer Durchlässigkeit von maximal 6% effektiv vor Viren, FFP3-Masken filtern bis zu 99 % der Atemluft-Belastung, auf Dauer fällt damit aber das Atmen schwer. Solche Masken gibt es mit und ohne Ventil. Ohne Ventil sind sowohl Träger als auch Umfeld gut geschützt. Daher werden vor allem solche FFP3-Masken von Klinikpersonal benötigt, das direkt mit Infizierten arbeitet. FFP2 / FFP3 - Masken mit Ventil schützen nur den Träger und werden ebenfalls vor allem im Krankenhausalltag benötigt.

Die Masken bieten keine Garantie sich nicht anzustecken, sind aber besser als kein Schutz und schützen vor allem das Umfeld, da sie das Aussondern größerer Tröpfchen an die Umgebung verhindern. Im besten Fall kann eine eigene Schmierinfektion vermieden werden, indem man sich nicht direkt ins Gesicht fasst.

Welche Alternativen helfen?

Selbstgenähte Masken, Tücher oder Schals werden auch vom Gesetzgeber als Alternativen akzeptiert. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen zum Selbermachen.

Selbstgemachte Masken schützen in erster Linie das Umfeld. Wie wirksam so eine selbstgemachte Maske ist hängt davon ab wie dicht der verwendete Stoff ist. Den einfachen Test können Träger machen, indem sie durch den Stoff blasen, ist kein Luftzug auf der anderen Seite zu spüren ist der Stoff dicht genug und damit als Mundschutz brauchbar.

Kochfester Baumwollstoff, ein zusätzlich eingenähtes Vlies und ein flexibler Nasenbügel, erhöhen den Schutz. Sehr nützlich kann aber auch einfach ein dichter Schal sein. Dadurch werden größere Tröpfchen aufgehalten, der Schutz für Träger und Umfeld ist aber nur mäßig.

Was muss ich beim Tragen beachten?

Die Maske sollte eng anliegen und während des Tragens nicht oder nur an den Bändern angefasst werden. Sobald die Gesichtsmaske feucht ist, verliert sie ihren Schutz und sollte daher gewechselt werden. Auch danach ist Händewaschen dringend empfohlen. Stoffmasken sollten nach der Verwendung regelmäßig gewaschen werden, im Idealfall in der Kochwäsche mit 60 Grad. Zwei Masken zu besitzen, die abwechselnd getragen werden, ist sinnvoll. Wichtig ist auch die eigene Maske nicht an andere weiterzugeben und nur selbst zu benutzen.

Hygieneregeln nicht vergessen

Natürlich sollte man trotz Schutzmaske, egal welcher Art, weiterhin die allgemeinen Hygienemaßnahmen befolgen. Dazu gehört regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden), Husten und Niesen mit Abstand zu anderen in ein Taschentuch, oder die Armbeuge mit anschließendem Händewaschen und ein generelles Abstandhalten zu anderen Menschen, Mindestmaß 1,5 Meter. Wer krank bleibt sollte zuhause bleiben, sich ins Gesicht zu fassen gilt generell zu vermeiden, um die Aufnahme von Krankheitserregern über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund zu verhindern.