Defi-Standorte in NÖ. Wer im Notfall bei 144 anruft, erfährt auch, wo sich der nächste Defibrillator befindet.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 01. Juni 2015 (14:34)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
NOEN, Bilderbox

„Der plötzliche Herztod fordert in Österreich jährlich mehr als 12.000 Menschenleben“, so Markus Winnisch von der Med Uni Wien. Die Chancen wesentlich verbessern kann ein Defibrillator.

Ob ein solcher in der Nähe ist, das erfährt man nun über den Notruf 144. Grund dafür ist das „Definetzwerk Österreich“ von 144 Notruf NÖ und Puls, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes. Hier werden Defis im ganzen Land gesammelt. Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka: „Es geht darum, das Definetz noch enger zu knüpfen.“

Menschen in der Umgebung sollen profitieren

600 Defis in Niederösterreich wurden bereits überprüft. „Das Rote Kreuz NÖ betreut knapp 700 Standorte“, so Rot-Kreuz-NÖ-Landesgeschäftsführer Peter Kaiser. Schätzungsweise 1.500 könnte es in NÖ insgesamt geben. Jeder, der einen besitzt oder einen sieht, kann ihn einmelden. Nach Rücksprache mit dem Besitzer kann er überprüft und aufgenommen werden. Damit nicht nur der Besitzer, sondern auch Menschen mit Herzstillstand in der Umgebung davon profitieren können.

Ziel ist es, „die Überlebensrate in NÖ signifikant zu erhöhen“, so 144-Notruf-NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka.

Übrigens: Kosten, die durch einen Einsatz entstehen, für Ersatzteile, können übrigens bei Puls eingereicht werden.

www.definetzwerk.at