Donau Universität Krems plant Demenzstudie. Zirka 22.000 Menschen in Niederösterreich leiden an Demenz. Dem weltweiten Trend entsprechend könnte sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Die Donau Universität Krems plant daher eine Studie zur Prävention von Demenzerkrankungen, die das Land Niederösterreich mit 266.000 Euro unterstützt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Juli 2021 (14:49)
Demenz Symbolbild
Symbolbild
Shutterstock/LightField Studios

Aufgrund der steigenden Anzahl an Demenz-Erkrankten rät die Weltgesundheitsorganisation WHO dazu, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, weshalb das Zentrum für Demenzstudien der Donau-Universität Krems an einer groß angelegten Studie nach internationalen Standards arbeitet.

Ziel dieser Studie sei es, eine nachhaltige Struktur zur praktischen Umsetzung von Präventionsmaßnahmen für ältere Menschen in Niederösterreich aufzubauen und damit das Risiko, an Demenz zu erkranken, stark zu senken, heißt es in einer Aussendung.

„Ein Paradigmenwechsel von der ‚Reaktion auf die Krankheit‘ hin zur zeitgerechten ,Aktion‘ ist, auch aufgrund der sonst zu erwarteten Kostenexplosion im Gesundheitssystem, dringend nötig“, sagt Studienleiterin Stefanie Auer von der Donau-Universität Krems.

Die in zwei Phasen gegliederte Studie dauert insgesamt fünf Jahre. In der ersten Phase, die eineinhalb Jahre dauern wird, sollen die Vorbereitungen für eine Untersuchung nach dem Modell der FINGER-Studie (The Finnish Geriatric Intervention Study to Prevent Cognitive Impairment and Disability) durchgeführt werden. Die FINGER-Studie konnte zeigen, dass das Risiko an einer Demenz zu erkranken durch eine Optimierung des Lebensstils signifikant gesenkt werden kann.

An der Donau-Universität Krems wird schon seit einigen Jahren Forschung im Bereich der Demenz betrieben. Bereits seit 2009 wird am Zentrum für Demenzstudien ein eigener Lehrgang für Demenzstudien angeboten. An diesem Zentrum wurden auch Projekte wie das Lernprogramm für Polizistinnen und Polizisten oder für österreichische Behörden im Umgang mit Menschen mit Demenz abgehalten.