Führen mehr Erkrankte zu mehr psychischen Problemen?. Gibt es in Ländern mit mehr Covid-19-Erkrankten auch mehr Menschen mit psychischen Problemen? Die Antwort liefert Christoph Pieh, Universitätsprofessor für Psychosomatische Medizin und Gesundheitsforschung an der Donau-Universität Krems.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Mai 2020 (00:52)
Symbolbild
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Christoph Pieh
Rafaela Proell

Wir haben eine Studie in Österreich und Großbritannien durchgeführt und konnten zeigen, dass Großbritannien in Bezug auf die psychische Belastung deutlich stärker betroffen ist als Österreich.

Schwere depressive Symptome sind in Großbritannien immerhin dreimal häufiger als in Österreich. Großbritannien ist in Bezug auf die Todeszahlen aufgrund von COVID-19 rund 6-mal schwerer als Österreich in Relation zur Einwohnerzahl betroffen. Jedoch sind Ländervergleiche generell sehr vorsichtig zu interpretieren, da viele Faktoren hier eine Rolle spielen.

Es scheint aber einen Zusammenhang zwischen der Schwere der Pandemie und der psychischen Gesundheit zu geben.