Woher kommt Demenz?. Dr. Thomas Pekar ist Leiter des Studiengangs Biomedizinische Analytik und Lehrgangsleiter für gynäkologische Zytodiagnostik an der Fachhochschule Wiener Neustadt.

Erstellt am 14. September 2016 (14:00)
Dr. Thomas Pekar
Jürgen Pletterbauer

In Österreich leiden 100.000 Personen an einer Demenz-Erkrankung. Die häufigste Form mit 60 Prozent ist Alzheimer Demenz, welche 1907 von Alois Alzheimer beschrieben worden ist. Mehr als 100 Jahre später steht die Wissenschaft immer noch vor einem Rätsel. Bislang ist es nicht gelungen, „DEN“ Auslöser zu finden.

Grund dafür sind multiple Ursachen der Erkrankung, welche alle zum selben Resultat führen: Es kommt zu einer Schädigung der Nervenzellen im Gehirn.

Wissenschaftern ist es gelungen, zwei daran beteiligte Proteine zu identifizieren. Eines ist das Amoyloid-Vorläuferprotein, welches sich im Hirn in Form von Plaques ablagert. Das Zweite ist das Tau-Protein und ist, ähnlich dem Mörtel bei einer Ziegelmauer, verantwortlich für die Stabilität der Nervenfasern.

2009 wurde ein Molekül namens Spermidin beschrieben. Dieses körpereigene Polyamin ist in der Lage, die Plaques aufzulösen. Erste Versuche zeigten bereits positive Ergebnisse. Aktuell laufen Untersuchungen.