Zentrum für Autismus in St. Pölten. Das Ambulatorium Sonnenschein in St. Pölten kümmert sich um Kinder mit Behinderung. Nun soll ein neues Zentrum entstehen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 11. Mai 2015 (14:32)
NOEN, Foto: NÖN
NÖGUS-Vorsitzender Wolfgang Sobotka, Sonja Gobara, Direktor Robert Holovsky und NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter.
Kindern und Jugendlichen ein weitgehend selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu ermöglichen. Das ist das Ziel des Ambulatoriums Sonnenschein in St. Pölten. Durch verschiedene Therapien. Individuell angepasst an den Patienten.

„Wir behandeln rund 1.700 Kinder im Jahr“, so die ärztliche Leiterin Sonja Gobara beim 20-Jahr-Jubiläum. Doch: „Wir haben eine Gruppe von Kindern, die mehr Therapie bräuchten.“ Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen, die zwei bis drei Mal in der Woche eine intensive Therapie bräuchten. Plus Coaching und Beratung ihres Umfelds. Daher soll nun am Ambulatorium Sonnenschein in St. Pölten ein Kompetenzzentrum für Autismus entstehen.

Eltern entstehen keine Kosten

Anders als bei anderen Projekten in Österreich sollen dabei Eltern keine Kosten entstehen. Und man will Aus- und Weiterbildung für Eltern, Institutionen, usw. anbieten. Das kostet rund 960.000 Euro im Jahr. „Wir sind dabei“, betonte NÖGUS-Vorsitzender Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka beim Jubiläumsfest. Und auch NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter zeigte seine Zustimmung.

Ein Pilotprojekt mit 13 Kindern gab es schon. „Wir sehen unglaubliche Therapieerfolge“, freut sich Gobara. Zum Beispiel bei Kindern, die sich mittlerweile verständlich machen können und frühere Verhaltensweisen (aggressive Reaktionen usw.) aufgeben.

Wenn die Verträge fertig sind, könnte man sofort beginnen, so Gobara. Räume gibt es schon.

www.ambulatorium-sonnenschein.at