Den Winter im Auge behalten. In der kalten Jahreszeit sind Augen besonders gefordert. Durch Wind, Dunkelheit und Viren zum Beispiel. Zu ihrem Schutz kann man unter anderem Sonnenbrillen tragen und Hände waschen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 20. November 2019 (04:28)
Der Winter lockt. Der Wind aber kann trockene Augen reizen.
NOEN

Die Augen vor dem Wind schützen.

„Augen sind sehr widerstandsfähig. Aber der kalte, trockene Wind, der uns ab Oktober immer öfter entgegenschlägt, macht sie anfällig für Trockenheit“, erläutert Markus Gschweidl, Niederösterreichischer Landesinnungsmeister der Augenoptiker und Optometristen. „Bei einem trockenen Auge kommt es zur Benetzungsstörung der Binde- und Hornhaut“, verrät das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs. Sei es etwa aufgrund von zu wenig Tränenflüssigkeit, oder auch weil die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit nicht passt.

Betroffene können das Gefühl haben, dass sich ein Fremdkörper im Auge befindet, das Auge brennt. Das Auge kann rot und reizempfindlich sein. Aber auch ein rinnendes, wässriges Auge kann darauf hindeuten, meint Gschweidl. Daher rät er, bei derartigen Symptomen einen Augenarzt aufzusuchen. Symptome, so heißt es auf www.gesundheit.gv.at, treten vor allem morgens auf. „Äußere Einflüsse wie Wind, verrauchte oder staubige Luft führen ebenfalls zu Beschwerden.“ Große Sonnenbrillen, vielleicht auch mit seitlicher Abdeckung, oder auch Sportsonnenbrillen können vor Wind schützen. Trockene-Augen-Symptome können auch auftauchen, wenn Klimaanlagen laufen, nach langen Autofahrten und wenn die Luftfeuchtigkeit gering ist, was insbesondere durchs Heizen im Winter rasch passieren kann. Also, regelmäßig lüften!

Mittel gegen beschlagene Gläser verwenden .

Wenn es draußen eisig kalt ist und man nach einem Spaziergang endlich ins Warme kommt, ist das eigentlich eine Wohltat. Nur eines stört Brillenträger meist: Die Gläser laufen an. Die gute Nachricht: Es gibt spezielle Benetzungsmittel, die das Anlaufen der Brille reduzieren, wenn man sie aufbringt. Oder man wartet ein wenig – so wie bisher.

Beim Sport Kontaktlinsen tragen.

Im Winter locken schneebedeckte Pisten. Unter dem Helm sind Brillen manchmal störend. Wenn man Kontaktlinsen verträgt, kann man zu diesen greifen. Kontaktlinsen beim Sport haben übrigens noch einen weiteren Vorteil: Sie laufen nicht an wie Brillen. Und: Auch in der Therme können sie Sinn machen. Grund dafür: Durch große Temperaturschwankungen können sich auf Brillen Beschichtungen lösen. Daher sollte man sie nicht in Sauna, Dampfbad & Co. tragen. Kontaktlinsen eignen sich allerdings nicht immer und nicht für jeden. Ob sie Sinn machen oder nicht, sollte man mit Augenarzt und Optiker besprechen.

Fehlsichtigkeit checken lassen.

Viele tun sich beim Autofahren im Dunkeln schwer – morgens, wenn man in die Arbeit fährt, genauso wie abends, wenn es nach Hause geht. Im Dunkeln kann sich, so erläutert Gschweidl, Fehlsichtigkeit, die bei Sonnenlicht vielleicht kaum auffällt, stärker zeigen.

Manchmal ist es hilfreich, eine Brille für den Tag und eine Brille zum Autofahren zu haben. Spezielle Beschichtungen können entspiegeln oder das aggressive Blaulicht von Xenon-Scheinwerfern verringern. Für alle, die kurz- und weitsichtig sind, gibt es übrigens auch Gleitsicht-Kontaktlinsen, damit man beim Autofahren das Geschehen auf der Straße, aber auch die Informationen am Armaturenbrett wahrnehmen kann. Dazu aber sollte man sich von einem Experten beraten lassen, rät der Landesinnungsmeister.

Hände waschen in der Erkältungszeit.

In der kalten Jahreszeit sind auch jede Menge Viren und Bakterien im Umlauf. „Sind Sie verkühlt, fassen Sie sich auf keinen Fall in die Nähe der Augen. Denn: So geraten Bakterien und Viren schnell in den Körper“, sagt Gschweidl. In Bezug auf die Augen können Erkältungen Rötungen, erhöhten Tränenfluss und andere Anzeichen von gereizten Augen verursachen. „Wir empfehlen – auch den Augen zuliebe – oftmaliges Händewaschen und das Desinfizieren von Türklinken, Arbeitsgeräten und Handys“, so Gschweidl.