Schokolade und Zitrone für gute Laune. Für Gesundheit und Wohlbefinden braucht es eine ausgewogene Ernährung. Hin und wieder kann aber vielleicht auch ein Stückchen Schokolade genau das Richtige sein. Oder: der Duft einer Zitrone.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 20. März 2019 (02:10)
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Ab und zu darf es auch Schokolade sein.

„Gönnen Sie sich ab und zu eine Tasse Trinkschokolade!“, rät Hademar Bankhofer in seinem Buch „Meine besten Wohlfühlrezepte“ (Bassermann Verlag). Weil Schokolade Inhaltsstoffe enthält, die positives Denken, Glücksgefühle und seelisches Wohlbefinden auslösen würden.

Was Medizin transparent dazu sagt? „Schokolade enthält tatsächlich viele Stoffe, die theoretisch die Stimmung beeinflussen können.“ Allerdings sei in Schokolade – genau genommen in der Kakaobohne – zwar Tryptophan enthalten, aber die Konzentration pro Tafel dürfte viel zu gering sein, um noch eine Wirkung auf die Stimmung entfalten zu können. Außerdem enthalten andere Lebensmittel deutlich größere Mengen dieser Aminosäure, vor allem eiweißreiche Nahrung, informiert das Projekt von Cochrane Österreich (Donau-Uni Krems).

Wo das enthalten ist? „Tryptophan ist unter anderem in Milch und Milchprodukten, Eiern, Nüssen, Sojabohnen und Kakao enthalten. Der menschliche Organismus benötigt diese Aminosäure für die Herstellung von Serotonin, Melatonin und Nikotinsäure“, sagt www.gesundheit.gv.at

"Gute-Laune-Zutaten nicht nur in einzelnen Lebensmittel"

Es gibt aber auch eine gute Nachricht für die Schokolade: „Die Süße, die Erwartungshaltung und das Gesamtpaket Schokolade führen dennoch unter bestimmten Umständen zu einer – allerdings kurzfristigen – Verbesserung der Laune“, so Medizin transparent.

Gute-Laune-Zutaten sind aber natürlich nicht nur einzelne Lebensmittel. „Auf eine Tut-gut-Liste gehören lauter kleine Dinge, also Snacks, die Sie jederzeit vorfinden oder sich erfüllen können“, schreibt Romana Wiesinger in ihrem „Kochbuch für die Seele“ (Orac Verlag). Wie ein heißes Bad, ein Kreuzworträtsel, Sport oder vielleicht Blumen, die man sich kauft. Fallen einem nicht genug „Snacks“ ein, kann man auch daran denken, was einem in Kindheit oder Jugend gutgetan hat, rät die Psychotherapeutin mit einer Praxis in Perchtoldsdorf.

In ihrem Buch betrachtet sie übrigens Motive hinter Figurproblemen und Essstörungen und bietet Rezepte an. Keine zum Nachkochen, sondern Schmankerln für die Seele, Menüvorschläge für den Körper. Es geht darum, welchen Einfluss Schnelllebigkeit, ständige Erreichbarkeit, vor allem aber Schönheitsideale haben. Es geht um Waagen und Spiegel, aber auch darum, wie, wann, wie viel und was man isst. Ob man alleine, schnell und unregelmäßig isst. Oder ob man gemeinsam mit der Familie Selbst-Gekochtes genießt, ausgiebig frühstückt und am Tisch miteinander redet.

Apropos, selbst kochen hat einen weiteren Vorteil: „Kochen macht Freude“, verrät www.gesundheit.gv.at. Was noch zu mehr gute Laune beitragen kann?

„Greifen Sie zu einer reifen Zitrone oder einer voll ausgereiften Orange, drücken Sie die Frucht an die Nase und riechen Sie intensiv daran“, schreibt Bankhofer. Zwei, drei Minuten lang. So könnten die ätherischen Öle für mehr gute Laune sorgen. Auch Eisschlecken empfiehlt er, dazu lächeln, bunte Kleidung an trüben Tagen, einen Spaziergang machen und Gutes tun.