NÖ greift Jungärzten nun unter die Arme. Angehende Ärzte erhalten ab sofort für ihr Ausbildungsjahr in den Landeskliniken eine monatliche Entschädigung.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 29. September 2014 (09:31)
NOEN, Erwin Wodicka
Angehende Jungärzte werden jetzt in ihrem Klinisch Praktischen Jahr vom Land finanziell unterstützt.
2,5 Millionen Euro werden künftig vom Land jährlich zur Verfügung gestellt, um angehende Ärzte in ihrem Klinisch Praktischen Jahr in den NÖ Landeskliniken finanziell zu unterstützen. Das wurde in der Vorwoche in der Landesregierung beschlossen.

"Gesundheitsversorgung stärken"

ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll zu dieser Entscheidung: „Wir wollen den künftigen Ärztinnen und Ärzten der Zukunft die finanziellen Belastungen abfedern, die mit dem Klinisch Praktischen Jahr verbunden sind. Die finanzielle Unterstützung und ein möglichst positiver Eindruck vom Arbeitsumfeld in den NÖ Landeskliniken sollen sie dazu motivieren, als künftige Ärztinnen und Ärzte in Niederösterreich zu arbeiten und so unsere Gesundheitsversorgung zu stärken.“

In dem Unterstützungspaket finden sich folgende Maßnahmen: Für das Klinisch Praktische Jahr, das seit dem heurigen Studienjahr verpflichtend ist, erhalten Medizinstudenten nun einen Beitrag von 650 Euro pro Monat. Weiters werden ihnen Dienstkleidung und Gratis-Mittagessen zur Verfügung gestellt. Außerdem dürfen sie die PC-In frastruktur des jeweiligen Landesklinikums im für die Ausbildung notwendigen Umfang gratis nutzen.

"Anreizsysteme schaffen"

Politisch reagierte Landtagsabgeordneter Herbert Machacek von der Liste Frank (Team NÖ) auf den Beschluss. Machacek, selbst praktizierender Arzt, zeigte sich erfreut: „Um einer Abwanderung der Jungärzte entgegenzuwirken und die medizinische Versorgung weiterhin zu garantieren, ist es unabdingbar, diesen finanziell unter die Arme zu greifen und Anreizsysteme zu schaffen.“

Er hatte dazu bereits vor wenigen Wochen auch einen Brief an den NÖ Landtagsklub geschrieben und Anfragen an den Landtag gestellt.