Lebensmittel auf dem Prüfstand. 6.000 Betriebe werden pro Jahr in NÖ überprüft. Zuletzt lag Schwerpunkt auf Grillgut.

Von Lisa Röhrer und Victoria Schmidt. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:13)
In Lebensmittelkontrollen werden pro Jahr rund 8.000 Proben geprüft — zuletzt fiel Grilllachs aus Norwegen durch.
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Zuerst begutachtet der „Inspektor“ Wände, Böden und Geräte. Anschließend kontrolliert er, ob die Lebensmittel auch mit der richtigen, vorgeschriebenen Temperatur aufbewahrt werden. Einzelne Produkte nimmt er schließlich heraus. Die werden zu Stichproben-Kontrollen unter Einhaltung der notwendigen Kühlung zur AGES gebracht.

Nach diesem Muster laufen die rund 8.000 Kontrollen ab, die bei Lebensmittel-Herstellern sowie Händlern in NÖ jährlich durchgeführt werden. Sie sollen dafür sorgen, dass Hygiene- und Qualitätsstandards überall eingehalten werden. Unter die Lupe nehmen die Kontrolleure pro Jahr 6.000 Betriebe. Die wissen von der Kontrolle im Vorfeld normalerweise nichts: „Wir kommen meist unangekündigt“, sagt Walter Mittendorfer, Leiter der Abteilung Lebensmittelkontrolle des Landes. So verschaffe man sich einen Überblick über die Ware, die im Umlauf ist, erklärt Mittendorfer.

Beanstandet werden von allen kontrollierten Produkten in der Regel rund 15 Prozent. In den wenigsten Fällen sind die aber unhygienisch oder ungenießbar: Der Großteil der Beanstandungen ist auf Kennzeichnungsmangel zurückzuführen, betont Mittendorfer.

Nur Lachs fiel bei der Kontrolle durch

Außerplanmäßig werden Kontrollen bei Verdachtsfällen, Verbraucherbeschwerden oder Erkrankungen gemacht. Ist das nicht der Fall, folgen die Überprüfungen einem bestimmten Rhythmus. Orientieren müssen sich die Kontrolleure an einem nationalen Kontrollplan. Zusätzlich kann das Land eigene Schwerpunkte setzen.

Franz Schnabl: „Kontrolle macht sicher. Deshalb landet beste Qualität am Teller.“
SPÖ

In den vergangenen Wochen wurde das gemacht. Grillfleisch und -fisch in Supermärkten wurden unter die Lupe genommen. Das Resultat: Von zehn Proben war eines nicht zum Verzehr geeignet. Es handelte sich um norwegischen Lachs. Der zuständige Landesrat Franz Schnabl (SPÖ) meint: „Kontrolle macht sicher. Deshalb landet in NÖ beste Qualität am Teller.“