Verwirrt und vergesslich. Die Menschen werden immer älter. Da Demenz vor allem Ältere trifft, werden die Betroffenen-Zahlen steigen.

Von BVZ Redaktion, NÖN Redaktion, APA, Redaktion und Online Redaktion. Erstellt am 28. Oktober 2019 (00:01)
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Ohne Orientierung und Erinnerung, Probleme bei alltäglichen Tätigkeiten und später eine Veränderung der Persönlichkeit sind Symptome für Demenzerkrankungen.

Wenn das Gedächtnis nachlässt, Sprache, Denkvermögen oder Orientierung Probleme bereiten – dann kann eine Demenz vorliegen. Bei manchen Demenzformen, wie der Parkinson-Demenz, ist laut gesundheit.gv.at auch die Motorik betroffen. Alltägliche Tätigkeiten, wie Waschen, Ankleiden und persönliche Hygiene, werden immer schwieriger. Ist die Demenz fortgeschritten, verändert sich die Persönlichkeit, das Verhalten wird auffällig.

In Österreich leiden rund 130.000 Menschen an einer Demenz. Die meisten davon – etwa 60 bis 80 Prozent – unter Alzheimer, informiert das Gesundheitsportal. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Formen und zahlreiche Ursachen. Das Gehirn verändert sich oder die Blutzufuhr ist gestört. Manchmal auch beides. Und so kann Demenz etwa auch nach einem Schlaganfall auftreten.

Vergesslichkeit und Co. können aber auch die Folge von anderen Erkrankungen und Problemen sein. So kann etwa Alkoholismus dahinter stecken. Oder aber auch mangelnde Ernährung (zum Beispiel Vitamin- oder Eisenmangel) oder mangelnde Flüssigkeitszufuhr. Unerwünschte Medikamentenwirkungen können der Grund sein, wie auch ein Schädel-Hirn-Trauma und vieles, vieles mehr.

Die meisten Betroffenen werden zuhause von ihren Ehepartnern oder Kindern betreut. Und die meisten sind schon älter. Da die Menschen immer älter werden und der Anteil der Älteren steigen wird, geht man davon aus, dass auch Demenz immer häufiger auftreten wird.

Trainings & Verständnis können hilfreich sein

„Degenerative Demenzerkrankungen, wie Morbus Alzheimer, sind nicht heilbar“, verrät gesundheit.gv.at. Dann ist ein wichtiges Ziel der Behandlung, die geistige Leistungsfähigkeit und die Alltagsfertigkeiten so lange wie möglich zu erhalten. Verhaltensstörungen und andere Begleitsymptome gilt es, zu lindern. „Neben Medikamenten helfen verschiedene nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie das gezielte Training von Alltagsaktivitäten, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.“

Die Krankheit verläuft in Stadien, von Mensch zu Mensch aber sehr unterschiedlich. Mit zunehmendem Fortschreiten der Krankheit steigt das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit und nach einer klaren Organisation des Alltags. Angehörige und Freunde können dazu beitragen, positive Erlebnisse in den Vordergrund zu stellen. Man kann langsam und einfach verständlich sprechen, dem Demenz-Betroffenen Zeit zum Antworten geben. Fehler braucht man nicht kritisieren. Und: „Versuchen Sie, geduldig zu sein, wenn ein Mensch mit Demenz wiederholt die gleichen Fragen stellt“, rät gesundheit.gv.at. Wenn Menschen mit Demenz geduldig motiviert werden, Aufgaben zu übernehmen, die gelingen können, ist das gut für ihr Selbstwertgefühl und die Selbstständigkeit. Also, auf zum Tisch decken, Telefonieren, Fotoalbengestalten …