SeneCura-Heime: „Sind gerüstet“. 97 Prozent der Angehörigen waren mit den Corona-Maßnahmen zufrieden.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 15. Juli 2020 (05:24)
Corona erforderte zahlreiche Schutzmaßnahmen, mit denen die Angehörigen der Bewohner zufrieden sind.
Gernot Gleiss

„Wir sind gerüstet – auch für eine zweite Welle“, betont Anton Kellner, CEO der Senecura Gruppe. Schutzausrüstung für zwei Monate ist auf Lager. Der Stufenplan wurde durch die Erfahrung im Frühling adaptiert. Und: Es ist ein Bewusstsein für Schutzmaßnahmen entstanden, so Kellner.

Anton Kellner, CEO Senecura Gruppe
Stefanie Steindl/Starz

„Wir haben es alle sehr ernstgenommen.“ Die Mitarbeiter sind sehr diszipliniert, um die Bewohner nicht in Gefahr zu bringen. „Im Februar haben wir bereits Schutzmasken geordert.“ Ein Krisenstab, eine App und eine Hotline für Mitarbeiter wurden eingerichtet, Patienten aus dem Krankenhaus bei der Aufnahme ins Heim getestet. Und: Mitarbeiter aus den Optimamed-Rehabilitationseinrichtungen, die geschlossen waren, unterstützten in Heimen.

Hygienemaßnahmen und Besuchsverbote haben sich sogar auf die Grippefälle ausgewirkt. „Die durchschnittliche Sterbezahl war trotz Covid um 18 Prozent geringer als im Jahr davor.“

Regionalleiter Werner Bernreiter
Stefanie Steindl/Starz

„In Niederösterreich hatten wir keinen einzigen Fall unter den Bewohnern oder Mitarbeitern“, so Werner Bernreiter, Regionaldirektor Niederösterreich und Wien. Nur Verdachtsfälle.

Für die Bewohner lief der Alltag in den Heimen – auch ohne Besuche – weiter. Dennoch kam es in den vergangenen Wochen in der Öffentlichkeit zu Kritik. Anders sehen das die Angehörigen. Wie eine österreichweite Umfrage zeigt. 93 Prozent der Angehörigen waren mit der Häufigkeit der Kommunikation via E-Mail oder Telefon zufrieden. 95 Prozent fühlten sich gut informiert, 90 Prozent gut unterstützt. Und: 97 Prozent denken, dass die Infos und Maßnahmen ausreichen, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleiten.