Masken in der Klasse nicht nötig. Mund-Nasen-Schutz ist vor allem am Gang vorgesehen, wo Abstandhalten schwierig wird.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 13. Mai 2020 (04:52)
In der Schule wird Mund-Nasen-Schutz am Gang empfohlen.
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Immer mehr Schüler gehen wieder in die Schule. Dort, so empfiehlt das Hygienehandbuch des Bildungsministeriums, sollen sie beim Ankommen, beim Verlassen und in der Pause einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ein Thema, das für jede Menge Diskussion sorgt.

Diese Masken sollen die Verbreitung des Coronavirus reduzieren und andere vor den eigenen Niesattacken schützen. Kritiker aber sagen, sie seien sinnlos und sogar schädlich, wenn man sie zu lange trägt.

„Die Atmung ist etwas erschwert“, erläutert Ernst Eber, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie und Kinderlungenfacharzt. Aber: „Es ist kein Problem, Masken auch länger zu tragen.“ Vorausgesetzt man sei gesund – Kinder mit Asthma oder ADHS sind von der MNS-Pflicht ausgenommen – und vorausgesetzt, die Maske enthalte nichts, worauf man empfindlich reagieren kann (wie Imprägniermittel, Desinfektionsmittel …).

Maske muss richtig "sitzen"

Bei langen Operationen würden Ärzte sie auch mehrere Stunden tragen. In der Schule ist das aber gar nicht notwendig, weil das Tragen ja nur in den Pausen – wo der nötige Abstand schwer eingehalten werden kann – vorgesehen ist, nicht aber im Unterricht. „Wenn Hygienemaßnahmen und Abstände eingehalten werden, dann habe ich keine Sorge, wenn Kinder ohne Maske in der Klasse sitzen“, denkt Eber, der übrigens die Behauptung, Kinder würden zu den Hauptüberträgern von Corona zählen, scharf zurückweist.

Worauf man achten sollte, ist, die Masken ordentlich zu tragen, sie entsprechend auf- und abzusetzen (und das nicht ununterbrochen), sie dann passend zu lagern und sie nicht zu vertauschen.