24-Stunden-Pflege: Zuhause betreut werden. Die meisten Niederösterreicher wollen so lange wie möglich zuhause leben. Oft braucht es dazu aber auch viel Unterstützung. Unterstützung, wie sie etwa im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung möglich ist.

Von Christine Haiderer. Update am 10. Februar 2019 (10:50)
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Jeder Mensch ist anders. Auch im Alter. Und so gibt es verschiedene Formen der Pflege und Betreuung.

„Der Gewinn war eine große Überraschung für mich“, so Gabriel Clusca. Der gebürtige Rumäne arbeitet in Stockerau als 24-Stunden-Betreuer. Im Dezember wurde er in der Kategorie „24-Stunden-Betreuung“ als Pfleger mit Herz ausgezeichnet.

An die Familie, für die er jetzt arbeitet, hat ihn die Agentur Smolec aus Eggenburg vermittelt. Wie bereits zwei weitere Preisträger vor ihm.

Über 300 Familien in Niederösterreich, vor allem im Norden, zählen zu den Kunden der Agentur. Worauf man hier bei der Auswahl der Personenbetreuer achtet? „Das Allerwichtigste ist die Liebe zum Menschen. Das ist die Kernvoraussetzung“, erläutert Gerhard Berthold.

Die Agentur sieht sich aber auch an, ob der Mensch Personen, die er betreuen soll, heben und drehen kann. Dazu gibt es eine Puppe, mit der man solche Situationen zeigen kann. „Es ist nicht die Kraft entscheidend, sondern die Technik“, verrät Berthold.

Dann spielen natürlich auch Deutschkenntnisse eine wichtige Rolle, erläutert der ehemalige Deutschlehrer.

Ein gewisses Gespür ist gefragt

Darüber hinaus sieht sich die Agentur an, ob die Personenbetreuerin beziehungsweise der Personenbetreuer ein gewisses Gespür und Benehmen hat, wie gut sich der Betreuer auf andere Menschen einstellen kann usw.

Und es geht darum, die richtigen Betreuer mit den richtigen Familien zusammenzubringen. Aus den Gesprächen mit den Angehörigen, des Zu-Betreuenden und den Betreuern hat man einen Eindruck, wer mit wem gut auskommen, wer sich gut verstehen könnte.

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Manchmal muss man es auch einfach ausprobieren. Und manchmal kann es passieren, dass die erste Kombination nicht gleich passt. „Bei sechs bis acht Prozent muss man nachjustieren.“ Damit der richtige Betreuer gefunden wird.

Zur Vermittlung gehört es auch, eine genaue Betreuungsanalyse zu machen, beschreibt Berthold. Was muss die Person können, die sich hier um den älteren Menschen kümmern wird? Wie schwierig wird die Betreuung werden? Wie sieht die Wohnung beziehungsweise das Haus hier aus? Welche Rahmenbedingungen gibt es hier?

All das passiert, bevor der Betreuer seine Arbeit beginnt. Die Agentur bietet neben einmaligen Leistungen auch begleitende an. Bei Problemen etwa ist sie zur Stelle.

Auf Wunsch kann aber auch eine Qualitätsvisite pro Quartal gegen Fahrtkostenersatz erfolgen.