Radeln: Kurze Wege an der frischen Luft. Alltagsradeln ist auch in Corona-Zeiten erlaubt. Und Radwerkstätten haben nach wie vor offen.

Von Michaela Fleck und Sabrina Luger. Erstellt am 31. März 2020 (09:19)
Radfahren ist erlaubt
APA (Symbolbild)

Radeln? In Corona-Zeiten? Ja! Denn: „Das tut auch der Gesundheit gut!“ So Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Aber: Natürlich müssten dabei die „derzeit gültigen Maßnahmen eingehalten werden“.

Was das fürs Aufsteigen und Losfahren heißt? Radfahren zur sportlichen Betätigung ist laut Verordnung erlaubt. Allerdings ist auch hier mindestens ein Meter Sicherheitsabstand zu anderen Personen einzuhalten. Mit der Familie oder den Mitbewohnern – nicht aber fremden Personen wie Radteams – darf geradelt werden, solange man nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Radwegen fährt.

Verboten sind hingegen mehrstündige Touren in hoher Intensität, die das Immunsystem schwächen könnten, ebenso wie Mountainbike-Touren abseits asphaltierter Straßen, die ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich bringen. Der Donauradweg oder andere von Niederösterreichs großen Routen sind laut Radland NÖ nicht gesperrt. Es wird dennoch empfohlen, keine längeren Touren zu unternehmen.

Für dringende Besorgungen, Arbeitsfahrten oder Wege, die nicht aufschiebbar sind, ist das Rad als Fortbewegungsmittel aber definitiv erlaubt – nachdem es frühlingsfit gemacht wurde (siehe auch Infos unten). Auch dazu haben Niederösterreichs Radwerkstätten – allein das Radland NÖ betreibt 32 von Auers-thal bis Ybbs – nach wie vor geöffnet. Einer, der berät, verkauft und repariert, ist René Schneider von der Radschneiderei in Pyhra bei St. Pölten. Bei ihm funktioniert kontaktloses Service schon lange einwandfrei.

„Ich hatte schon vor der Pandemie einen „Hol- und Bring-Service“, erzählt Schneider. Diesen habe er jetzt von Dienstag und Donnerstag auf die ganze Woche ausgeweitet. „Entweder ruft man mich an, und wir besprechen, was am Rad gemacht wird. Oder man stellt das Rad bei mir ab und legt einen Zettel dazu. Wenn ich fertig bin, dann stell ich es wieder raus.“ Verrechnet wird bar „im Kuvert“ oder per Rechnung. „Vor allem jetzt nach der Winterpause kann es sein, dass das Fahrrad ein Service benötigt“, meint auch Landesrat Ludwig Schleritzko. „In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund und kommen Sie sicher an Ihr Ziel!“