So mischt ihr Aussaaterde ganz einfach selbst. ​​​​​​​Die beste Erde – das ist eine Weisheit aller Gärtner – ist immer noch die selbst gemischte.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 06. März 2019 (14:15)
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Anzuchterde sollte immer nährstoffarm sein, da ansonsten die zarten Wurzeln der Keimlinge verbrennen. Bei sehr empfindlichen Kulturen kann die Aussaaterde zuvor keimfrei gemacht werden, damit die heranwachsenden Pflänzchen nicht mit Krankheitserregern aus der Erde infiziert werden.

Im Fachhandel erhaltet ihr Anzuchterde in Bio-Qualität. Achtet darauf, dass gekaufte Erden keinen Torf enthalten. „Durch den Torfabbau werden wertvolle Moorlandschaften zerstört, was große Mengen des im Torf gebundenen Kohlendioxids freisetzt und so eine wichtige Rolle in Bezug auf die Klimaveränderung spielt“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“.

So gelingt's

Ihr könnt die Aussaaterde leicht selbst herstellen. Dazu braucht ihr gute Gartenerde, Quarzsand (Korngrößen von 0,25 bis zwei Millimeter - Sandkisten Spielsand ist ungeeignet) und ein Gefäß zum Mischen:

Ein Teil der Anzuchterde besteht aus ganz normaler Gartenerde. Anzuchterde sollte sehr feinkrümelig sein, deshalb wird empfohlen, die Erde zu sieben. Um für sehr empfindliche Kulturen sicherzugehen, dass die Erde keimfrei ist, könnt ihr diese bei 120° Grad Celsius im Backofen für 30 Minuten sterilisieren. Die so vorbereitete Erde mischt ihr nun mit ein bis zwei Teilen Quarzsand. Quarzsand ist kantig, verdichtet nicht und sorgt so für einen guten Wasserabzug. Der Erdanteil speichert die Feuchtigkeit.

Das Mischverhältnis richtet sich nach dem Nährstoffgehalt der Gartenerde, die ihr verwendet habt: ist eure Erde eher mager, mischt zwei Teile Erde mit einem Teil Sand. Habt ihr nährstoffreiche Erde, dann nehmt von der Erde einen Teil und vom Sand zwei Teile. Mischt die Komponenten gut durch, zum Beispiel in einer Scheibtruhe oder einem Kübel.