Erstellt am 15. März 2019, 04:00

von Redaktion noen.at

Die perfekte Zeit um Paradeiser selbst zu ziehen. Von Mitte März bis Anfang April ist die optimale Zeit, um die Paradeiser vorzuziehen.

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Paradeiser gehören zu jenen Gemüsen mit langer Kulturdauer und müssen daher vorgezogen werden.

Ab Mitte März ist die Beleuchtungsdauer durch die Sonneneinstrahlung und die Lichtstärke durch die Reflexion der Fensterscheiben geeignet, um später gesunde und schmackhafte Paradeiser ernten zu können. „Natur im Garten“ hat auch für jene Tipps parat, die zu früh gesät haben. Zu früh gezogene Paradeiser laufen Gefahr, dass die Pflanzen „langhaxig“ werden – sie bekommen lange, instabile Triebe. Das führt zu schwächeren Pflanzen mit geringer Ernte.

Viele Formen, Farben und Geschmacksrichtungen

„Paradeiser warten mit einer großen Vielfalt an Formen, Farben und Geschmacksrichtungen auf, zudem sind sie voller gesunder Inhaltstoffe, reich an Vitamin C und noch dazu vielseitig verwertbar. Nicht umsonst sind die paradiesischen Früchte, die Paradeiser, so beliebt. In den letzten Jahren sind Tomaten zum Top-Gemüse avanciert und werden im Garten genauso gerne angebaut wie im Topf auf dem Balkon“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Wer zu früh gesät hat, muss jedoch nicht verzweifeln. Es gibt ein paar Tricks der Profis. Wenn ihr zwei- bis dreimal täglich über die Sämlinge streichelt, bleiben sie kompakter. Ein Ventilator, der täglich eine Viertelstunde läuft, erzielt die gleiche Wirkung. Stellt die Pflanzen möglichst kühl, damit das Wachstum etwas reduziert wird. Zudem kann man die Pflanzen später schräg, fast liegend im Beet eingraben und nur das oberste Viertel aus der Erde schauen lassen. Dadurch bilden sich vermehrt Wurzeln und die Pflanzen holen wieder auf im Wachstum.

Wie macht man es richtig?

Von Mitte März bis Anfang April wird in flache Gefäße gesät. Das können etwa auch der Länge nach aufgeschnittene, gut ausgewaschene Tetrapacks sein. Wenn ihr Gefäße aus dem Vorjahr verwenden, verringert das Auswaschen mit 70%-igem Alkohol die Gefahr von Krankheiten. Drückt die Samen auf nährstoffarmer torffreier Aussaaterde leicht an und bedecken sie diese nur wenig mit der Erde. Befeuchtet das Ganze vorsichtig mit einer Sprühflasche anstatt zu gießen, um die Samen nicht zu verschwemmen. Stellt die Pflanzen bei 18-22°C an einen möglichst sonnigen Fensterplatz. Dann beginnen die Paradeiser nach etwa einer Woche zu keimen.

Spätestens sobald die ersten beiden typischen Paradeisblätter zwischen den Keimblättern entwickelt sind, müssen die Sämlinge pikiert werden. Dazu hebelt ihr die Sämlinge mit einem Pikierholz oder einem stumpfen Bleistift aus der Aussaaterde und pflanzen diese einzeln in kleine Pflanzgefäße. Als Recyclingmaterialien eignen sich leere Eierschalen, Joghurtbecher, aus Zeitungspapier gepresste Töpfe und vieles mehr. Diese Aufzuchttöpfe müssen mit Abzugslöchern versehen sein. Die Erde darf schon nährstoffreicher sein. Gießen Sie anschließend gut an und freuen Sie sich auf die Ernte im Sommer!