Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …. Der erste Adventsonntag steht vor der Tür. Und wer sich nicht mit Metallgestell für die vier Adventkerzen zufriedengeben will, kann mit dem richtigen Reisig selbst einen Adventkranz binden.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 27. November 2019 (02:53)
Reisig, Bockerl, Nüsse und, wie hier, noch ein paar Zimtsterne – dann kann diesen Sonntag schon die erste Kerze am schönen, neuen Adventkranz angezündet werden.
Maren Winter/Shutterstock.com

Und am besten brennen kann das Lichtlein auf einem Adventkranz. Trotz der Flut an Kränzen, die man billig in den Supermärkten kaufen kann, gibt es immer noch Bastlerinnen, die selber binden. Was es dazu braucht, erklärt Johannes Käfer, Obmann der NÖ Gärtnervereinigung , der seine Gärtnerei Käfer KG in Gresten, Bezirk Scheibbs, betreibt.

Der erste Schritt ist das Besorgen vom richtigen Reisig. „Natürlich kann man im eigenen Garten schauen, wenn man die Möglichkeit hat. Ein paar Tage vor Vollmond ist ein guter Termin zum Schneiden“, sagt Käfer. Und zwar soll das am besten bei kühler Witterung passieren. Bevor das Reisig dann weiter verarbeitet wird, ist es ratsam, es ein paar Tage etwa in die Garage zu legen. Wenn es nämlich gleich in den warmen Raum kommt, nadelt der Kranz dann schneller.

„Schönes“ Reisig, rund gebundene Kränze

Das Reisig kann aber auch auf Bauernmärkten oder in Gärtnereien besorgt werden. Das Tannenreisig sei schöner, sagt Käfer. Vor allem das der Nordmannstanne. Hier müsse man aber aufpassen, wenn das Reisig von jungen Bäumen kommt, dann seien es oft sehr steife Zweige.

Beim Binden des Kranzes gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Man kann die Zweige etwa mit hartem Draht, zum Beispiel mit Römerhaften befestigen. Dünne Drahtreifen oder Strohreifen gibt es in Gärtnereien, Bau- und Bastelmärkten. Für die zweite Möglichkeit, den Kranz zu binden, braucht man einen 0,8 Millimeter Draht, erklärt Käfer. „Der ist meistens auf einem Holzstab aufgewickelt. Mit dem bindet man die Zweige auf den Strohreifen.“ Will man den Kranz aufhängen, empfiehlt es sich, ihn rund zu binden. Wenn er aufgelegt wird, reicht es, ihn nur einseitig zu binden. Wird ein Strohreifen und unlackierter Draht verwendet, könne der Kranz nach Weihnachten sogar im Biomüll entsorgt oder verbrannt werden, sagt Käfer.

"Der Fantasie sind keine Grenze gesetzt"

Um die vier Kerzen in den Kranz stecken zu können, sollten diese vorher in der Wärme stehen. Wenn sie warm sind, kann man sie mit einem Draht anstechen und den dann mit einer Kombizange reinstecken. „Wenn die Kerzen bei etwa 22 Grad gelagert worden sind, bringt man den Draht sehr gut rein“, so Käfer. Für Ungeübte gebe es aber auch Kerzenschalen mit einem festen Metallstück. Damit können die Kerzen noch leichter am Kranz angebracht werden. „Das ist auch für die Sicherheit gut, denn wenn die Kerzen abbrennen, kann der Kranz nicht auch abbrennen.“

„Bei der Dekoration selber ist der Fantasie keine Grenze gesetzt“, meint Käfer. Mascherl, Bändchen und kleine Christbaumkugeln seien ebenso möglich wie etwa Schwemmholzstücke. „Natürliche Materialien sind sehr im Trend wie etwa verschiedene Arten von Zapfen, Zimtstangen oder getrocknete Apfel- und Orangenscheiben. Da sind viele Sachen, die man selber machen kann.“