Brennstoffpreise: Wer rechnet, kauft günstiger. Wer sich auf den nächsten Winter vorbereiten will und nicht am Gas- oder Fernwärmenetz hängt, tut gut, sich jetzt schon mit Heizstoffen einzudecken. Genau zu rechnen zahlt sich bei teils sehr unterschiedlichen Preisen für Festbrennstoffe aus. Das zeigt eine Brennstoffpreiserhebung, die die AK Niederösterreich in den vergangenen Wochen durchgeführt hat.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 19. Juni 2020 (10:01)
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Ein Raummeter Buche Stückholz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von ca. 20 Prozent kostet zwischen 88 und 116 Euro. Das ergibt die Festbrennstoffpreiserhebung der AK Niederösterreich bei 17 Händlern im ganzen Bundesland.

Das aber nur theoretisch: Beim Höchstpreis von 115 Euro (Anton Grasl GmbH, Pressbaum) ist das bereits der Pauschalpreis, wo die Lieferung des Holzes in Kisten inbegriffen ist. Alle anderen Händler verlangen zusätzlich eine Liefergebühr. Die kann zwischen 35 Euro und 79,80 Euro betragen.

Günstiger kommt Brennholz, wenn man es sich lose liefern lassen möchte. Das Lagerhaus Hollabrunn-Horn verlangt dafür nur eine Liefergebühr von sechs Euro. „Aber hier gilt: Ein Schüttraummeter Holz entspricht nur etwa zwei Dritteln eines Raummeters Holz“, sagt AK Niederösterreich-Konsumentenschutzexperte Horst Krumholz. Hier muss man also die Menge selbst kontrollieren. Nachrechnen, ob Holz in der Kiste oder lose geliefert günstiger kommt, zahlt sich auf jeden Fall aus.

Große Preisunterschiede gibt es auch bei Pellets. Ein Sack zu 15 Kilogramm kostet zwischen 3,63 Euro (Holz Wahl GmbH, Theresienfeld) und 5,20 Euro (Anton Grasl GmbH). Das ist ein Preisunterschied von 50 Prozent. Kaum einen Unterschied gibt es hingegen, wenn man fünf Tonnen Pellets offen kauft: Inklusive Zustellgebühr schlägt dieser Großeinkauf mit 1.105 bis 1.135 Euro zu Buche. Allerdings kommt hier in der Regel noch eine Abfüllpauschale dazu, die beträgt zwischen 39 und 45 Euro.

Wer dagegen mit Holzbriketts heizt, ist wie beim Brennholz, mit einem Taschenrechner gut beraten. Die Tonne kostet zwischen 229 Euro (Lagerhaus Mostviertel, Pöchlarn) und 277 Euro (Lagler GesmbH, Kootes), allerdings schwanken hier die Zustellgebühren zwischen 15,63 Euro (Brennstoffe Mayerhofer, Amstetten) und 79,80 Euro (Lagerhaus Mostviertel). „Hier hängt es also ganz wesentlich von der Menge ab, welches Angebot am günstigsten ist“, sagt Krumholz. „Außerdem zahlt sich ein Blick auf die Homepages oder in aktuelle Prospekte aus: Aktionsware kann zum Teil deutlich günstiger kommen.“

Wichtig aus Sicht des Experten: „Immer mehrere Angebote einholen. Die meisten Händler geben an, dass sie in einem Umkreis von 50 Kilometern liefern. Wenn man rechtzeitig bestellt und es sich vom Lieferplan her einrichten lässt, sind erfahrungsgemäß auch etwas weitere Strecken möglich. Man hat also in der Regel durchaus eine Auswahl.“

Alle Details zur Festbrennstoffpreiserhebung finden Sie unter noe.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis
AK Niederösterreich Konsumentenberatung, Horst Krumholz

05/7171 - 23033

 

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