Mit Sonne und Holz Geld sparen. Der Klima- und Energiefonds entwickelt bereits seit 2007 verschiedene Fördermodelle. Die Photovoltaik-Aktion und die Förderung für klimaneutrale Heizungen laufen noch bis Dezember.

Erstellt am 14. Oktober 2014 (14:49)
Der Klima- und Energiefonds fördert klimaneutrales Heizen - beispielsweise mit Biomasse in Form von Pellets.
NOEN, Jiri Hera / Shutterstock.com
Die österreichische Treibhausgasbilanz 2012 führt rund zwölf Prozent der heimischen CO2-Emissionen auf die Erzeugung von Raumwärme zurück. Diesen Wert gilt es noch (weiter) zu verbessern.

Wie das geht? Beispielsweise, indem man klimaneutrales Heizen fördert. Holz statt Öl und Gas sollte nämlich die Devise sein. Dementsprechend bietet der Klima- und Energiefonds die Förderung „Holzheizungen“ an, die noch bis 1. Dezember eingereicht werden kann.

„Mit unserem Förderprogramm unterstützen wir heuer noch intensiver Privatpersonen, die am Umbau des Energiesystems aktiv mitarbeiten möchten“, so Klimafonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth. Gefördert wird konkret der Tausch von Zentralheizungskesseln, die mit fossilen Energieträgern betrieben werden sowie von elek-trischen Nacht- oder Direktspeicheröfen.

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NOEN, romrf / Shutterstock.com


Je beantragtem Kessel wird eine Förderung von 1.400 Euro vergeben. Die Errichtung von Pelletskaminöfen wird mit 500 Euro gefördert. Neu ist auch ein Tausch alter Holzkessel. Gibt man einen Kessel, der mindestens 15 Jahre alt ist, zurück, wird ein Tausch mit 800 Euro gefördert.

Und wer mit erneuerbaren Ressourcen heizt, der kann doppelt profitieren. Denn nicht nur die Förderung sollte ein Ansporn sein. Wer mit Holz oder Pellets heizt, spart zum einen Heizkosten. Vergleicht man Holz mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas kann man bis zu 50 Prozent der Heizkosten einsparen. Zum anderen unterstützt man mit heimischer Biomasse beispielsweise auch die Wirtschaft in der Region.

Insgesamt stehen für die Förderung „Holzheizungen“ im Jahr 2014 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Ansuchen kann man unter: www.holzheizungen.klimafonds.gv.at

Anträge noch bis Mitte Dezember einreichen

Weitere Unterstützung bietet der Klima- und Energiefonds mit der Photovoltaik-Aktion, die noch bis 15. Dezember läuft. Ein Tipp vorweg: Dieses Jahr können nicht nur Privatpersonen ihre Anträge einreichen. Auch Betriebe, Institutionen und Vereine sind dazu aufgerufen, ihren Teil zur Energiewende beizutragen.

Insgesamt stehen 26,8 Millionen Euro zur Verfügung, um die Installation von Photovoltaik-Anlagen in ganz Österreich voranzutreiben. Laut Höbarth hat sich dieses System bereits 2013 bewährt. Statt fixer Bundesländer-Starttermine für die Einreichung, konnten erstmals baureife Projekte bundesweit im gesamten Aktionszeitraum eingereicht werden. Damit möchte man Personen, die um Förderung ansuchen, den Druck nehmen und das System vereinfachen.

Die Pauschale für die Investitionsförderung beträgt 275 Euro/kWpeak für maximal 5 kWpeak für freistehende oder Aufdach- Anlagen sowie 375 Euro/kwpeak für gebäudeintegrierte Anlagen.

Das Ansuchen für eine Photovoltaik-Förderung muss über www.pv.klimafonds.at gestellt werden. Davor benötigt man eine so genannte Zählpunktnummer vom Netzbetreiber. Danach wird das Förderbudget reserviert. Aber Vorsicht: Zum Zeitpunkt, wo der konkrete Förderantrag gestellt wird, muss die Anlage fertig installiert und abgerechnet sein.

Tipp: Es kann möglicherweise zusätzlich zu den Förderangeboten des Klima- und Energiefonds auch um Förderungen vom Land NÖ oder von Gemeinden angesucht werden.
www.klimafonds.gv.at

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