Bereits vor 6.000 Jahren wurden Ziegel gebrannt. In Ägypten wurden die ersten Ziegel gebrannt. Im 19. Jahrhundert folgte die verbesserte Produktion.

Von Marlene Trenker und NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 19. Mai 2019 (04:55)
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Der Turmbau zu Babel ist eineder sagenhaftesten Geschichten aus dem Alten Testament. Die Existenz eines Turmes konnte aber archäologisch nachgewiesen werden.Shutterstock.com

Die Ziegelherstellung geht weit bis ins alte Ägypten zurück. Bereits 4.000 Jahre vor Christus wurden hier die ersten Ziegel gebrannt. Damals wurde Nilschlamm mit Kamelmist vermischt. Um 2.000 vor Christus ist der Turm zu Babel entstanden. Obwohl es sich um eine biblische Erzählung handelt, wurde die Existenz eines Bauwerks in Babylon im Jahr 2.013 archäologisch nachgewiesen.

Die Römer verbreiteten dann den Ziegel überall dort, wo sie hinkamen. Ab dem Mittelalter ging es für den Baubestandteil noch weiter bergauf. Von der Romanik über die Gotik bis zur Renaissance fand er Ziegel immer mehr Verbreitung und es entstanden herrliche Bauten. Eine bahnbrechende Entwicklung entstand dann in England, die in Deutschland noch perfektioniert wurde. Die erste brauchbare Strangpresse stammt vom Berliner Fabrikanten Schlickeysen (1854), der 1858 als preußisches und österreichisches Patent gemeldete Ringofen von Baumeister Friedrich Hoffmann.

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Ab dem 18. Jahrhundert wurden Ziegel am Wienerberg gefertigt. Es entstanden Gebäude wie die Remise in Wien.

In Österreich hat die Ziegelherstellung eine kürzere Tradition. Umherziehende italienische Familien haben das übernommen, auf der Suche nach Tonvorkommen. Eine große Ziegelproduktion ist Maria Theresia zu verdanken, die im 18. Jahrhundert am Wienerberg den ersten Ziegelofen errichten ließ.