Erstellt am 14. August 2018, 00:01

Mit jedem Grad Energiekosten sparen. Hätten Sie gewusst, dass Sie mit jedem Grad niedrigerer Raumtemperatur bis zu 6 % Heizenergie sparen?

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Mollig warm für weniger Geld

Schon allein durch Ihr Verhalten können Sie bei den Heizkosten einiges bewegen. Kleine Änderungen zeigen hier oft eine spürbare Wirkung. Oder hätten Sie gedacht, dass Sie pro Grad weniger im Raum bis zu 6 % Energie sparen?

Wirksame Sofortmaßnahmen

Achten Sie auf die passende Raumtemperatur!
Es muss nicht in allen Räumen gleich warm sein. Schlafräume dürfen ruhig etwas kühler sein als das Wohnzimmer oder das Bad. Im Allgemeinen sind folgende Temperaturen sinnvoll:

Wohnzimmer: 20 bis 22 °C
Schlafzimmer: 16 bis 18 °C
Kinderzimmer: 20 °C
Badezimmer: 24 °C

Eine solche zimmerweise Regelung erreichen Sie sehr einfach über Thermostatventile an jedem Heizkörper.

Halten Sie die gewählte Temperatur konstant!
Lassen Sie warme Räume nicht unnötig auskühlen, sobald sie einmal aufgeheizt sind. Die Temperatur auf dem gewählten Niveau zu halten ist kostensparender als ständiges Aufheizen und Auskühlen. Selbst eine Nachtabsenkung der Heizung (optimale Absenkung: -2 °C) bringt bei gut gedämmten Häusern in der Regel keine Heizenergieersparnis, da die gleiche Menge Energie beim Aufheizen benötigt wird.

Senken Sie bei längerer Abwesenheit auf 15 °C ab
Sollten Sie doch einmal länger von zuhause weg bleiben, z.B. während eines Urlaubs, senken Sie die Raumtemperatur ab. Dabei sind 15 °C Raumtemperatur ausreichend – in manchen Fällen sogar weniger.

Entlüften Sie Ihre Heizkörper regelmäßig.
Diese geringe Mühe belohnt Sie mit großer Wirkung: Luft im Heizsystem kann Sie bis zu 15 % mehr Energie kosten! Kontrollieren Sie nach dem Entlüften auch regelmäßig den Wasserdruck im Heizsystem und füllen Sie bei Bedarf Wasser nach.

Schließen Sie Türen und Fenster sorgfältig,
damit die warme Luft nicht aus den Wohnräumen weichen kann. Achten Sie außerdem darauf, dass diese dicht schließen. Zugige Fenster und Türen kosten viel Energie. Tipp: Kurzfristig bringt ein aufgeklebtes Dichtungsband schon eine beträchtliche Verbesserung. Allerdings muss es bereits nach relativ kurzer Zeit erneuert werden. Eine gute Alternative ist ein Dichtungsprofil, das Sie am Fensterrahmen anbringen.

Lüften Sie regelmäßig, aber richtig.
Frische Luft ist eine Voraussetzung dafür, dass Sie sich zuhause wohlfühlen. Durch falsches Lüften geht allerdings oft viel Wärme unkontrolliert verloren. Um den Wärmeverlust gering zu halten, öffnen Sie am besten Fenster in regelmäßigen Abständen kurz, aber vollständig und drehen für diese Zeit die Ventile der Heizkörper zu.

Querlüftung:
Wenn möglich, öffnen Sie immer gegenüber liegende Fenster oder Türen gleichzeitig, so dass ein Durchzug entsteht. Dauer: 2 - 4 Minuten

Stoßlüften:
Öffnen Sie das/die Fenster im Raum vollständig. Dauer: 4 - 8 Minuten
Fenster halb geöffnet beim Lüften. Dauer: 8 - 15 Minuten

Die Luft muss ungehindert im Raum zirkulieren.
Decken Sie Heizungsradiatoren nicht mit Vorhängen ab. Diese behindern die Luftzirkulation und der Energieaufwand kann um bis zu 40 % steigen. Optimal ist, wenn der Vorhang nur bis ca. 5 cm über den Heizkörper reicht,  und sich somit die Wärme ungehindert ausbreiten kann.

Gönnen Sie Ihrer Heizung einen Check

  • Lassen Sie die Anlage regelmäßig einmal im Jahr professionell warten, reinigen und einstellen.
  • Investieren Sie in die Dämmung der Verteilleitungen und Armaturen. Das kostet nicht viel und stoppt unkontrollierte Wärmeverluste.
  • Informieren Sie sich über Möglichkeiten, das System mit wenig Aufwand zu verbessern, beispielsweise die Anlagensteuerung zu optimieren oder die bestehende Umwälzpumpe durch eine moderne, drehzahlgeregelte Heizungspumpe zu ersetzen. Hier liegt oft enormes Einsparungspotenzial. Tipp: Die EVN PowerPartner beraten Sie gerne.


Tipps zur weiteren Verbesserung

Umfassende Wärmedämmung (Gebäudesanierung): 
Gute Dämmung trägt viel dazu bei, dass Sie sich zuhause wohlfühlen, und steigert die Behaglichkeit. Zum Vergleich: Braucht man bei schlechter Dämmung 23 °C zum Wohlfühlen, so reichen bei einem Niedrigenergiehaus schon 21 °C für das gleiche behagliche Gefühl. Abgesehen von den deutlich geringeren Wärmeverlusten durch die Dämmung können Sie also rund 10 % Energie zusätzlich durch die niedrigere Raumtemperatur sparen.

Intelligente Heizungssteuerung
Mit programmierbaren Thermostatventilen können Sie die Raumtemperatur sehr einfach individuell regeln, z.B. die Temperatur abends erhöhen und über Nacht automatisch wieder senken. 

Rollläden
Rollläden vor den Fenstern vergrößern den isolierenden Luftpolster und verringern dadurch die Wärmeverluste. Wenn Sie Ihre Rollläden regelmäßig während der Nachtstunden schließen, können Sie bis zu 15 % Heizenergie einsparen.

Kontrollierte Wohnraumlüftung
Mit einer kontrollierten Wohnungslüftung samt Wärmerückgewinnung wird in der gesamten Wohnung ein angenehmer kontinuierlicher Luftwechsel sichergestellt. Das schafft nicht nur ein angenehmes Raumklima, sondern spart auch jede Menge Energie. Mehr über Vorteile und Voraussetzungen erfahren Sie beim Team der EVN Energieberatung.

Moderne Heizungslösung
Auch die beste Heizung kommt einmal in die Jahre. Veraltete Heizsysteme arbeiten nicht nur ineffizient und verbrauchen zu viel Brennstoff. Moderne, leistungsoptimierte Systeme bringen zusätzlich Komfort und Zuverlässigkeit für viele Jahre. Tipp: Der EVN HeizungsTausch macht Ihnen den Umstieg besonders einfach. 
 

EVN Energieberatung – Immer für Sie da

Sie haben noch Fragen? Das Team der EVN Energieberatung hilft Ihnen gerne weiter. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns: 

T 0800 800 333 (Mo - Fr, 08:00 - 17:00 Uhr)
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